Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 454)
- Language
- German
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390 Zusammenhang mit der eben übersetzten Zeile ist durchaus nicht ersichtlich. Daher glaube ich in der Annahme nicht fehl zu gehen, dass sich diese letzteren Zeilen nicht auf das Vorhergehende be־ ziehen, sondern vor der ersten Zeile des zu besprechenden Textes scheint eine Zeile, worauf sich der Ausspruch des B. Chija b. Josef beziehen kann, ausgefallen und der darauf folgende Aussprach des E. Kahana an unrichtige Stelle gesetzt zu sein und zwar sollte er schon einige Zeilen früher stehen. Wenn man nämlich diesen Abschnitt des Jeruschalmi genau betrachtet, so kann man sofort bemerken, dass die daselbst aufgezählten Eegeln für die Schreibart der Bücher mit denen im II. Abschnitt des Traktats Soferim übereinstimmen und sogar bezüglich der Eeihenfolge gewissermassen einander gleich sind. In Halacha 7 des Traktats Soferim II wird nun bestimmt: יריעה שבלתה לא יטול שנים ויהדר שנים אלא נוטל ג, ויחזיר ג'. Diese Zeile mag vielleicht auch im Jeruschalmi nach den Worten והתורה לאמצעיתה gestanden haben und später ausgefallen sein, worauf sich wohl die Worte des E. Chija b. Josef beziehen, indem er im Gegensatz zur ersten Ansicht, nach welcher nicht nur eine einzelne schadhaft gewordene יריעה einer Thorarolle allein, sondern immer deren drei entfernt und durch neue ersetzt werden müssen, damit ein bedeutender Teil des Buches in gleicher Schrift geschrieben sei, behauptet, dass es genüge, wenn man im erwähnten Falle nur zwei Häute entferne, denn hierduch werde schon die Gleichmässigkeit der Schrift eines bedeutendes Teiles des Buches hergestellt. Daher mag die Stelle gelautet haben: יריעה שבלתה לא יטול שנים ויחזיר שנים אלא נוטל נ׳ ויחזיר נ, ר, שמואל ד זעירה בשם רב חייה בר יוסף אפילו שתי יריעות. Der hierauf folgende Ausspruch des E. Kahana mag folgendermassen erklärt werden. In Menachoth 80a heisst es: שיעור גליון מלמטה טפח מלמעלה ג׳ אצבעות ובין דף לדף כמלא רוחב שתי אצבעות ובחומשין מלמטה שלש אצבעות מלמעלה שתי אצבעות ובץ דף לדף כמלא רוחב גודל. Diese Bestimmung wird auch in jer. Meg. ib. Zeile 13—16 festgesetzt und zwar in der Eeihenfolge, die auch im Traktat Soferim II, 4 beachtet wird, indem zuerst von der Entfernung zwischen den einzelnen Kolumnen und nachher von der Grösse des Bandes oben und unten die Eede ist. Beachtenswert sind nun die hieraufbezüglichen Worte des Maimonides, der diese Halacha in הלכות ספר הורה IX, 2 folgendermassen fest-