Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 359)
- Language
- German
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295 (Uebersetzung). — Es findet eine Sitzung unter Hinzuziehung des früheren Vor- Standes statt, um darüber zu beraten, welche Massregeln zu ergreifen sind, um dem Schaden vorzubeugen, der uns durch Ruhe- Störung von seiten des Pöbels (pleve) infolge der in Druck erschienenen Nachrichten über das Eintreffen des von uns erhofften Heils (Gott in seiner Barmherzigkeit lasse es nahen!) entstehen können. Man beschliesst, die zwei Deputierten Isaq Namias und Selomö Curiel sollen im Namen der Gemeinde mit dem Syndieus Borderio Paulo, welcher vom Senat damit beauftragt worden ist, jene Druckschriften zu prüfen, Rücksprache nehmen und ihm anempfehlen, er möge nicht gestatten, dass jene Flugschriften (gazetas), welche unsere Beunruhigung verursachen, in Druck gegeben werden. Der Herr H. H. Mosö Israel richtete, in seiner weisen Vorsicht, an sämtliche Mitglieder dieser Gemeinde eine Ermahnung, es solle niemand mit Angehörigen eines anderen Glaubens über jene Nachrichten sprechen-Wer diesem zuwiderhandelt, hat eine Geldstrafe von fünf Rt. zu erlegen, welche mit aller Strenge beigetrieben werden wird. Falls er bei diesem Vergehen beharrt, soll er aus der israelitischen Gemeinschaft ausgestossen werden. 1 Der Herr des Weltalls befreie uns von allem Uebel und gewähre unser ersehntes Heil; mögen unsere Augen es erschauen! Ferner beschloss man, dem Hauptmann der Stadtwache (capitäo da rrua) Felipe Colin zwei Rt. zur Verteilung unter die Mannschaften der Ronde zu geben, damit dieselben während dieser drei Landesfeiertage abends bis 10 Uhr hier auf dem ״DrecvaP vigilieren, um Zusammenrottungen und Revolten gegen die Unsrigen zu unterdrücken.[ Von der Tebä aus ermahnte der Herr H. H. alle, sich zu Hause zu halten und keine Ansammlungen in den Strassen Vorkommen zu lassen, die bei der Bevölkerung Anstoss erregen könnten. Jeder Private, welcher Briefe von auswärts erhält, in denen Nachrichten über das Eintrefien unseres Heils enthalten sind, soll dieselben nicht in seinen Kreisen bekannt machen, sondern sie dem Vorstande mitteilen, welcher, wenn er es für angezeigt hält, die Bekanntmachung veranlassen wird. Alles zum Dienste des Gebenedeiten Gottes und zur Förderung Seiner heiligen Lehre!