Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 354)
- Language
- German
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290 während ausserdem die Gefahr besteht, dass sie etwas entwendet.— Lopez gelobt Besserung in allen diesen Punkten. Die Herren Isaq Namias und Selomo Curiel überbrachten dem Präsidenten von Altona einen vergoldeten silbernen Becher, welcher 56 Mk. gekostet hatte. Jener dankte sehr und versprach, dass man uns bezüglich unseres Bethajim nicht im geringsten zunahetreten werde. Im Namen der Gemeinde lässt der Vorstand dem H.H. Soportas einen Vorrat an Lebensmitteln zum Betrage von circa 10—12 Rt., bestehend in Mehl, Butter. Käse u. s. w., übersenden. Am 7. Kislev. Simson de Lima überreichte die 10 Et., welche er sich verpflichtet hatte, dem H. H. David Coen als Abfindung für dessen Forderungen zu zahlen. Als der Vorstand diesem das Geld aushändigen wollte, lehnte er zunächst die Annahme ab und bat, man möge es a conto der 25 Et. behalten, die der Vorstand ihm im vorigen Jahre zur Unterstützung seines Schwiegersohns in Amsterdam während der dort grassierenden Epidemie überwiesen hatte. Erst als der Vorstand in ihn drang und ihm erklärte, dass ihm jenes Geld als Geschenk (donativo) übersandt worden sei, nahm er an und versprach, dem de Lima eine Quittung über alle Ansprüche bis dato auszustellen. 14. s. M. Abraham Lopez schildert namens seiner Schwiegermutter, der Witwe des H. H. Ishak Jessurun, die grosse Not, in der sich dieselbe mit ihrer Familie befindet, da sie auf das angewiesen sei, was ihr die Gemeinde gewährt. Mit Rücksicht hierauf sowie gemäss der nachdrücklichen Empfehlung seitens des vorigen Maamad, erhöht man ihr Tamid von 5 auf 6 Et. — Gott helfe den Bedürftigen seines Volkes! Es wird als Verordnung festgesetzt, dass man ohne Zu- Stimmung der Gemeindemitglieder (Jechidim do Kaal) oder doch der Majorität derselben keinen anderen Chacham anstellen oder