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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 355

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 355)
Language
German
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291 «salarieren darf als den, welchen wir jetzt haben. Zur Erinnerung für 4ie Künftigen soll dies in das Buch der Ascamot eingetragen werden. Selomö Curiel möchte dem Gerede Einhalt tun, zu welchem 4er Grabstein seines sei. Vaters Anlass gegeben hat, jener Stein sei grösser als die Vorschrift der Hebrä gestattet. Zu seiner Entschuldigung macht er geltend, sein Bruder in Amsterdam habe *den Stein geschickt und setzen lassen, während er mit Familie in Glückstadt war, also ohne sein Vorwissen. Er sei bereit, sich der durch den Vorstand zu verhängenden Strafe zu unterwerfen. — Er zog sich dann zurück und die vier übrigen Vorsteher berieten allein. Beschlossen: Da der Stein nur in der Breite fremden Platz einnimmt und zwar den vor langer Zeit für seinen Sohn David belegten und bezahlten, solle ihn dies nicht benachteiligen. Da der Stein aber auch eine grössere Länge hat als die vorgeschriebene, so müsse das, was zuviel ist, entfernt werden. Man will sich zusammen mit den Vorstehern der Hebrä durch den Augenschein überzeugen und, wenn das Uebermass nicht mehr als ein oder zwei Finger beträgt, soll von einem Entfernen desselben abgesehen werden. _ Wegen der vier Ungaros, welche man dem Vogt von Ottensen (Focht de Otens) dafür gegeben hatte, dass er zur Zeit der Pest *die Beerdigung der Frau des Dr. Isaq Naraias auf dem Bethajim zuliess, wollte sich genannter Namias dem Din Thora unterwerfen. Die damaligen Vorsteher sollen zusammen mit dem Herrn Chacham über den Fall entscheiden. Als Verordnung wird festgesetzt, dass man auf Hochzeiten und Beritiot nicht Miseberach verlangen kann, um für die Chasanim oder andere Personen zu spenden. Isaq Aboaf verlangt von der Familie de Lima das Zugeständnis, dass sein verstorbener Vater durch ihre Vermittelung Tücher (ien§os) bei einem Niclas Jöncker verpfändet hat. Jacob de Lima erklärt unter Eid, ihm sei von dieser Verpfändung nichts bekannt; da ihn übrigens Aboaf bereits in dieser Sache vor den Bürgermeister ,geladen habe, möge er seine Klage dort weiterführen.

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