Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 350)
- Language
- German
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286 Der Sarä Abrabanel ist schon wiederholt verboten worden, am Sabat Briefe zu verabfolgen. Da sie dieses Verbot dennoch übertreten hat, wird sie für dieses Jahr von dem Almosen ausgeschlossen, den man unter die Uebrigen verteilt. Bei wiederholtem Rückfall soll ihr das Amt der Briefbestellung entzogen und einem anderen übertragen werden. Von der Tebä wird denjenigen, welche am Sabat Briefe bei ihr holen lassen oder von ihr annehmen, eine Strafe von vier Rt. angedroht. Im Wiederholungsfalle tritt eine Strafe nach Belieben des Vorstandes ein. Isaq de Castro wird beauftragt, mit den Juden in Frankfurt (f. forte) eine Vereinbarung zu schliessen, damit sie uns alljährlich zur geeigneten Zeit 16 oder 20 Paradiesäpfel schicken. Der Preis hierfür darf bis zu 30 (dreissig) Rt. betragen. Da es nicht gelungen ist, den H. H. Mosö Israel von der Zahlung von Steuern zu befreien, sollen ihm die Beträge, welche er notgedrungen hierfür bezahlt, aus der Gemeindekasse ersetzt werden. Die Waise, Tochter des sei. Jeudä Fidalgo, erhebt Anspruch auf einen Anteil an dem Nachlass des Dr. Ant° Hinrr. (Henriques?) Lourengo, welchen dieser zur Ausstattung verwaister Anverwandter gestiftet hat. Man beschliesst, in dieser Sache nach Amsterdam zu schreiben und darauf hinzuweisen, dass, falls Spenden (esmola) unter die Verwandten des Dr. Lourenco zu verteilen sind, die Witwe und Kinder des Dr. Semuel Coen, Sohnes des Manuel Henrriquez Rodriguez Lourengo, berücksichtigt werden müssen. Der Brief wird gerichtet an Ab. Pereira, Jacob Bueno de Mesqa (Mesquita) und David Torrers, welche Verwalter dieses Nachlasses sind. 20. Hesvan. R. David Israel bittet wegen seiner schlechten Verhältnisse um Zulage, wobei er geltend macht, dass er schon 38 Jahre im Dienste der Gemeinde stehe. Sein Gehalt wird von 300 Mk. auf 350 Mk. erhöht und zwar von Anfang dieses Jahres an. Der ״Timmermann“ Joan Bein überreicht für Reparaturen an ׳den Treppen des Gemeindehauses eine Rechnung von 219 Mk. 8 Sch.