Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 333)
- Language
- German
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269 Sodann heisst es: ״Nachdem leider, ob unserer Sünden, der Obengenannte ״uns entrissen worden, müssen wir dem, der uns geblieben, ״Chacham Moseh Israel, noch grössere Verehrung erweisen, ״als er wegen seines Wissens und seiner Frömmigkeit ohne- ״hin verdient. Da nun das Ganze auf ihm lasten wird, müssen ״wir nach Möglichkeit alles vermeiden, was ihn in seiner ״Tätigkeit behindern kann“. Von dieser Absicht machte man dem erschienenen Herrn H. H. Mitteilung und schlug ihm vor, damit er mehr Herr seiner Zeit sei, den Unterricht in der Talmud Tora abzugeben. Man befragte ihn nach seiner Ansicht, ob Eobi Abräo Miatto fähig wäre, seine Schüler zu übernehmen, in welchem Falle alle Schüler des Eobi Miatto dem Eobi David Israel zuerteilt werden und ein Teil der Schüler des höheren Unterrichts (ligäo grande) dem Miatto zufallen würde. Dies solle besonders deshalb geschehen, weil der Herr Chacham auch als Eoos (Eosch) der Privat-Jesibä fungieren müsse, ein Amt, dessen er in so hohem Grade würdig sei. Er solle als Chacham der Gemeinde Mk. 480.— beziehenr für die unter der Synagoge stehende Jesibä Mk. 200.—, für Kadis Mk. 30.—, im Ganzen also Mk. 660.— und zwar vom nächsten Eossanä an. — Der Herr H. H. erklärte sich dankend hiermit einverstanden. _____ Dem Eobi Abräo Miatto wird Vorstehendes eröffnet. Es werde ihm zwar jetzt Arbeit abgenommen, trotzdem wolle man ihm, da seine Leistungen befriedigend seien, sein Gehalt von Mk. 800.— auf Mk. 400.— erhöhen. Allerdings solle dies erst vom nächsten Eossanä an gelten, denn das Salär des seligen Chacham müsse für das vierte Quartal noch gezahlt werden. — Mit der Familie des Ebengenannten werde man sich demnächst befassen. _ Ishac Aboaf (Aboab) hatte sich am vergangenen Sabat ge״ weigert, als Maslim (d. h. als Siebenter) der zum Sefer Gerufenen zu fungieren und dadurch grosses Aergernis gegeben. In einer sofort zusammenberufenen Junta, in welcher H. H. Moseh Israel für Ishac Namias eintrat, wurde beschlossen, folgendes Schriftstück durch den Chacham verkünden zu lassen: