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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 322

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 322)
Language
German
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258 Der Witwe Sarda wollte man zunächst kein Tamid bewilligen, sondern verwies sie an ihre Verwandten in Glückstadt, die sie zu sich nehmen wollten. Da die Witwe aber erklärte, dass ihre Verwandten sich hierzu nicht erboten hätten, sie auch zu alt und zu schwach sei, um neue Länder aufzusuchen, bewilligte man ihr Mk. 4.10 monatlich. 11. s. M. Von Salamäo Curiel traf die Antwort ein, dass er, angesichts der Unmöglichkeit, sich seiner Amtstätigkeit zu entziehen, verspreche, seine Rückkehr zu beschleunigen. 17. s. M. Nach seinem erfolgten Eintreffen wurde der Vorgenannte von dem H. H. Mosö Israel auf die Tephilin vereidet. Daniel da Fonseca bittet namens seiner Mutter Angela da Fonseca um den Beistand des Mahamad, damit Jacob da Fonseca nicht durch Ishac Machoro überredet werde, dessen Tochter Ester zu ehelichen. Man sei mit dieser Heirat nicht einverstanden, habe jedoch erfahren, dass für dieselbe bereits Ausgaben gemacht und Kleider angeschafft worden seien. Der Präsident versprach, mit seinen Kollegen hierüber zu beraten. Bei Besprechung dieser Angelegenheit wurde darauf hingewiesen, dass Ishac Senior und David Bravo sich bereits vor zwei Jahren, allerdings ohne Erfolg, in dieser Sache bemüht hätten. Man war schliesslich der Ansicht, dass hier eher die Chachamim zuständig seien, und beauftragte daher den H. H. Mosö Israel, welcher sich bereit erklärte, in Verbindung mit einem Vorstandsmitgliede sich der Sache anzunehmen. Gemäss der Verordnung vom 3. Sebat soll die Heirat nicht stattfinden dürfen. Dem Jacob Geer gewährte man einen Rt. als Mietezuschuss; ferner einem Tudesco einen halben Rt. Sabel (Isabel) Negra bat um Erbarmen, da sie Hungers sterbe. Sie soll alle 4 (Wochen) 2 Mk. 8 Schilling erhalten, zwar nicht als Tamid, um keine Ausnahmen zu machen, sondern als Unterstützung, da sie stets eine gute Judia gewesen sei.

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