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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 323

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 323)
Language
German
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IRI
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259 Eobi Wolf erschien mit seinem Sohne und beklagte sich über die Parnassim in Altona, welche seinen Sohn durchaus ausweisen wollten. Antwort: Man werde den Herren Parnassim eine Mitteilung von hier aus zugehen lassen. Dies geschah durch den Samäs Ishac Mendes. 24. Hesvan. H. H. Moseh Israel und Ishac Senior erstatten von Ishac Machoro die Antwort, er wundere sich, dass man ihm mit einer Sache komme, die ihn nicht angehe; er habe schon vor zwei Jahren versprochen, diese Angelegenheit nicht weiter zu betreiben. Jacob da Ponseca hatte erklärt, er werde sich nicht gegen den Willen seiner Mutter verheiraten. Jeosua Habilho hatte am 23ten mit seinem Oheim Daniel H. einen heftigen Wortwechsel an der Börse gehabt, wodurch den Andersgläubigen grosses Aergernis gegeben wurde; ja man befürchtete, dass hieraus noch ernstere Unruhen entstehen könnten. Nach eingehender Beratung, liess man den Jeosua H. rufen und erteilte ihm eine scharfe Yerwahrnung, indem man ihm drohte, wenn er sich nicht fügen wolle, werde man mit der verdienten Strenge gegen ihn verfahren, in einer Weise, die ihm nicht angenehm sein würde. — Möge Gott jedes böse Begegnis (entrope^o) von seinem Volke fern halten, Amön1)! Eobi David Israel überreicht ein Gesuch, in welchem er darauf hinweist, dass er dieser Gemeinde, der Gott Gedeihen schenke2), stets mit Eifer gedient und während seiner nunmehr 37jährigen Amtszeit niemals die Gemeindekasse in Anspruch genommen habe. Er wolle nun seine älteste Tochter verheiraten, sehe sich hierzu aber ausser Stande und bitte daher, ihm zu *) Ob die am Schlüsse so mancher Eintragung ausgesprochenen frommen Wunsche die eigenen Worte des Vorstandes oder die des jeweiligen Protokollfuhrers wiedergeben, muss dahingestellt bleiben. 2) Diese Worte sind auch heute noch üblich, wenn bei festlichen Gelegenheiten für das Wohl aller Mitglieder gespendet wird. Die Formel lautet dann: Pela saude de todos os senhores jehidim e congregantes d’este kahat kados que Deus augmente (d. h. für das Wohl aller Herren Mitglieder und Angehörigen dieser heiligen Gemeinde, der Gott Gedeihen schenke).

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