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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 312

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 312)
Language
German
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IRI
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248 grosses Aergernis gegeben. Er räumte zwar die Tat ein, suchte sich aber, so gut es ging, damit zu entschuldigen, dass er nicht geglaubt habe, durch seine Handlungsweise den Feiertag zu entweihen. Als Strafe für dieses Verbrechen (crime) soll er bis Rossanä von den Verlosungen (sortes) undfMisvot ausgeschlossen sein; er darf bis auf weiteres die Synagoge nicht besuchen und muss eine Geldbusse von zehn Talern bezahlen. Ihm wird überdies angedroht, dass er im Rückfall sofort aus unserer Mitte ausgestossen werden solle. Durch den H. H. Moseh Israel lässt Ishac Habilho um Unter- Stützung zur Reise nach Amsterdam und zum Aufenthalt daselbst bitten, bis er Gelegenheit findet, nach Goyana zu reisen. Ihm werden ausser den bereits zugesagten zehn Talern noch 3 Taler für Unkosten bewilligt. 2. Ijar. Einem sich hier aufhaltenden englischen Guer (geer Ingrez) soll, trotzdem er sich stets gut geführt hat, nur ein Taler Reisegeld gewährt werden, da er bereits früher drei Taler erhalten hat. Aus triftigen Gründen war beschlossen und verkündet worden, dass diejenigen, welche ״zu Händen des Herrn Parnas“ eine Spende zur Verteilung unter die Armen gelobt haben, verpflichtet seien, ihm den Betrag solcher Spende zu übersenden oder sonst ein Verzeichnis (rol) vorzulegen, aus welchem hervorgeht, dass das Geld unter in hiesiger Stadt wohnende Bedürftige unserer Nation verteilt worden ist. Es wird von neuem auf die Notwendigkeit hingewiesen, dieser Verordnung nachzukommen. Aron Marburg aus Venedig bittet um Unterstützung zur Reise nach dort. Obgleich er Italiener ist, wird ihm solche verweigert; doch soll ihm der Schatzmeister bei der Abreise einen Reichstaler zahlen. Dem Jacob de Lima werden zur Reise nach Amsterdam acht Rt. bewilligt; davon sollen ihm zwei hier bei der Einschiffung und der Rest in Amsterdam gezahlt werden. Dem Ishac de Gabriel Luria werden zum gleichen Zweck drei Rt. angewiesen.

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