Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 311)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3486266-3486285--4411-3490779- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
247 29. Adar. Namias bittet durch den H. H. Mosö Israel nochmals, sich mündlich verteidigen zu dürfen, was ihm aber mit Büeksicht auf die wiederholt gemachten Erfahrungen nicht gewährt wird; er soll dies schriftlich tun. Da aber diese Schrift nichts Neues enthält, sondern nur das, was man bereits durch glaubwürdige Personen festgestellt hat, bleibt es bei den ergangenen Dekreten. 4. Nisan. H. H. Mosö Israel legt zwei;Rechnungen vor über Ausgaben, welche ihm in dem von ihm bewohnten Hause erwachsen sind. Die eine in Höhe von Mk. 55.4 betrifft einen mit Erlaubnis des Vorstandes neu angefertigten Ofen. Die andere lautet auf Mk. 11.8 für gelieferte Holzpantoffeln (chinelas de päo). Obschon nun zu letzterem Posten eine Genehmigung nicht vorlag, soll für dieses Mal alles in Rechnung belastet werden; in Zukunft aber darf ohne ausdrücklichen Befehl der Verwaltung (governo) keinerlei Arbeit angefertigt werden. Dr. Jeosua da Fonsequa hat, wegen Erkrankung des Dr. Pereira, während einiger Tage die Behandlung Kranker im Aufträge der Hebrä wahrgenommen. Ihm werden hierfür sowie zum Teil auch als Unterstützung fünf Taler bewilligt. Haham Ishac Jesurun hatte wiederholt auf seine schwierigen Verhältnisse hingewiesen, die es ihm nicht möglich machten, bei seiner zahlreichen Familie mit seinem Gehalt auszukommen. Beschlossen, ihm dieses von 505 Mk. auf 650 Mk. zu erhöhen. 5. Nissan. Der Schochet Hajim Sarruco hatte um Vorschuss seines Gehalts für ein Jahr sowie um Beisteuer zur Verheiratung seiner Tochter gebeten. Der Vorschuss wurde abgelehnt, ihm dagegen zur Verheiratung seiner Tochter eine Beisteuer von 25 Talern bewilligt, welche in Amsterdam zur Auszahlung gelangen soll. 25. s. M. Jeosua Habilho hatte am ersten Tag Pesach ein Geschäft abgeschlossen und durch eine solche Entweihung des Feiertags