Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 296)
- Language
- German
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232 freizustellen, die Gavetas auch ferner zu benutzen oder so über dieselben zu verfügen, wie er es im Interesse des Gottesdienstes und der Gemeinde für das Beste hielt. Nur mit Mühe konnte man Curiel dazu bewegen, die Schlüssel wieder anzunehmen; schliesslich erklärte er aber, dass er auf alles Recht und allen Besitz bezüglieh der Tebä verzichte; es möchten elf der Gavetas zum allgemeinen Besten verwendet werden und er überweise die ganze Tebä der Gemeinde als Geschenk (fez kodes). Der Vorstand liess ihm durch zwei seiner Mitglieder für diese Freigebigkeit den gebührenden Dank abstatten. ״Damit nun zu allen Zeiten kund sei, wie grossmütig Jacob Curiel in dieser Sache gehandelt hatte, erschien es billig, hierüber eine Eintragung in das Gemeinde- Protokoll zu beschaffen“. Hamburg am 13. Sebat 5423. 27. Kislev (jedenfalls später eingetragen). Es ist dem Vorstände bekannt geworden, dass einige junge Leute unserer Gemeinde dieser Tage in Schlitten gefahren sind, zum grossen Aerger einzelner hiesiger Bürger und unter grosser Gefahr für ihre eigene Person. Es wird daher allen in unserer Gemeinde fortan verboten, in Schlitten zu fahren, bei einer Strafe von Et. 5.—, welche unnachsichtlich beigetrieben werden soll. Falls jemand eine dringliche Reise unternehmen und sich hierzu eines Schlittens bedienen muss, soll er zunächst den Präsidenten benachrichtigen, der ihm, falls es gerechtfertigt erscheint, die Erlaubnis hierzu erteilen wird. Dieses Dekret wurde durch Herrn H. H. Isliack Jesurun am 8. Tebet von der Tebä verkündet. Der Vorstand hat in Erfahrung gebracht, dass die Hasanim zu häufig an Gastmählern und Gelagen (pagodes) teilnehmen und bei diesen Gelegenheiten Reden führen und Handlungen begehen, die mit der Würde ihres Amtes unvereinbar sind. Der Vorstand liess sie daher zu sich berufen, erteilte jedem von ihnen unter vier Augen einen ernsten Verweis und verurteilte sie zu einer Geldstrafe von je einem Risdaldre. Ishack Mendes hatte etwas Hammelfleisch ohne Nikkur vorabfolgt. Es wird ihm mit Rücksicht auf den Ernst der Sache