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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 282

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 282)
Language
German
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IRI
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218 pflanzen 5 S. 254) ״war es auch bei der Gurke und dem Kürbis, der praegnans cucurbita, zunächst die strotzende Zeugungskraft, der Samenreichtum, woran Sinn und Blick des Natursohnes haftete“. — ״Gesunder als ein Kürbis“, lautet ein Sprichwort, das schon £picharmus brauchte (das. S. 255). Zu obiger Stelle vergleiche man ferner die Abbildung einer Tonlampe bei Kohner und Guhl (Römer 3 S. 571), wo auf einem Schilde die Worte verzeichnet stehen: ״Anno novo faustum felix tibi*. Die zur Seite angebrachten Gegenstände deuten gleichfalls auf die Gaben, womit Freunde an diesem Tage einander zu beschenken pflegten. Ovid nennt sie in seinem Festkalender: ״Doch was will, so fragt ich, die Dattel, die runz’lige Feige Und des Honigseims Süss,‘wohl in der Wabe verwahrt? Gute Bedeutungen sind’s, weil süss der Geschenke Geschmack ist, Dass die begonnene Bahn ende das süsseste Jahr“. Andere Speisen waren wieder bei ernsten Gelegenheiten in Gebrauch. Nach B. bathra 16b hat Jakob am Todestage Abrahams ein Linsengericht bereitet, um seinem Vater die Trauermahlzeit zu reichen; לנחם את יצחק אביר heisst es dort. Nach Jeruschalmi Berachoth III, 1 war diese Sitte noch zur talmudischen Zeit üblich. Zwei Gründe werden B. bathra daselbst für diese Sitte angeführt. ״ מה עדשה זו אץ לה פהWie die Linse keinen Mund, d. h. keinen Spalt, aufzuweisen hat, so soll auch der Trauernde sich Schweigen auferlegen“. Ferner ״ מה עדשה מגולגלתwie die Linse radförmig gestaltet ist, so auch tlas Schicksal, es kreistfortwährend und sucht alle Menschen heim“. Der Talmud meint dann weiter: איבא ביגייהו לגחרמי במעי. Diese beiden Gründe unterscheiden sich darin, ob man auch ״Eier“ zur Trauermahlzeit verwenden kann. Vom ״Ei“ kann man ebenfalls sagen אין לה פה, es hat keine Oeffnung, es ist von allen Seiten geschlossen; dagegen als Bild des rollenden und kreisenden Schicksalsrades kann es picht angesehen werden, denn nur die Linse ist radförmig gestaltet. So erklärt Raschi und mit ihm die anderen Kommentatoren diese Stelle. Im Midrasch Lekach Tob heisst es jedoch zu I. M. 25, 29; ״ כשם שהביצה מגרלגלת כך המיתה גלגל הוא של עולםWie. das Ei radförmig hin und her gewälzt wird, so ist auch das Verhängnis des

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