Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 281)
- Language
- German
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217 Aus diesen Worten ßaschis ergibt sich, dass ein .תלמידחכם, •der gelegentlich einer שאלה ein Tier für כשר erklärt hat, nur dann yon dessen Fleisch für seinen Bedarf kaufen darf, wenn er sogleich Bezahlung leistet. Das, meine ich לע״ד, wäre der Sinn jener ein- ,gangs angeführten Worte von Rab: es wäre schon ein Chiliul Üä- Sehern: אי שקילנא בשרא מטבהא וכר, wenn ich Fleisch Y0m Metzger kaufte und nicht sogleich den Preis dafür erlegte. Das bezieht sich aber nur auf solche Fälle, in denen seine Entscheidung angerufen und die von ihm als כשר beschieden wurden, was als selbstverständlich nicht weiter hervorgehoben zu werden brauchte. Damit erklärt sich auch, warum er speziell beim Einkauf von Fleisch so vorsichtig sein musste. LVII. Pflanzensymbolik war in alter Zeit sehr verbreitet, wie etwa die sogenannte Blumensprache in unseren Tagen. Die symbolische Bedeutung der Pflanzen wurde entweder aus ihren Namen «oder aus ihrer Gestalt und sonstigen Eigenschaft hergeleitet. Die Beispiele dafür sind zahlreich und allgemein bekannt. Vgl. die haggadische Erklärung zu III. M, 14, 4 über den Gebrauch von Ysop und Zedernholz bei der Reinspreehung des Aussätzigen; ferner die vielen Symbolisierungsversuche der vier Arten des Feststrausses von Sukkoth in den verschiedenen Midraschwerken. Aboda ,Sara 10 b oben finden wir eine Art Pflanzenkorrespondenz zwischen R;abbi und Antoninus. Auch bestimmte Nahrungsmittel dienten solchen Zwecken, um bei besonderen Gelegenheiten, entweder durch ihre Namen oder durch sonstige ihnen innewohnende Eigenschaften einem der :Gelegenheit entsprechenden Gedanken Ausdruck zu geben. Nach Kerithoth 6 a soll man am Roseh-haschana קרא ודוביא וכד auf den Tisch bringen, weil diese Früchte entweder durch ihren Namen, wie רוביא von ״ רבהmehren“, oder durch ihr üppiges, strotzendes Wachstum, wie ״ קראKürbis“, oder durch ihre Süsse, wie תמרי ״Datteln“, günstige Omina darstellen. Der Kürbis verdankt den Vorzug, hier genannt zu werden, seinem raschen und üppigen Wachstum, wie Raschi z. St. und Tur Orach Chajim 583 erklären: er wurde als ein Bild der Kraft und Gesundheit angesehen. ״Wie bei der Feige“, schreibt Hehn (Kultur-