Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 278)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486285--4378-3490746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
die un§ vorliegende LA, trat? ihrer Schwierigkeit, die richtige sein muss; fie entziehen den mgbr oder minder geistreichen Textesemendatipneo, die zur Erklärung dieser Stelle bereits versucht worden sind! den Boden, Vgl. Israelitische Monatsschrift 1889 Nr, 8. Per Kommentar 5מראה ה«י z. St, schreibt ebenfalls, es seien ihm viele Erklärungen zu Gesicht oder zu Ohren gekommen, die er nur als מ3ושים> als Irrlümer bezeichnen kann. Auch mir ist keine einzige bekannt, die nur irgendwie annehmbar wäre. Pas eine darf vorausgesetzt werden, dass jede Erklärung davon auszngehen hat, die Worte des R. Jehuda dem Bibelver» anzupassen und aus demselben herzuleiten. Parin liegt die grosse Schwierigkeit, denn wo liegt in diesem Worte ein Hinweis auf ■p r? Wir wollen in folgendem eine andere Lösung zum Verstandnis dieser überaus schwierigen Stelle versuchen. Ob wir mit diesem Versuch das Richtige getroffen haben, das sei dem Urteil der Leser überlassen. In Tosefta Kelim II wird eine Art Fässer oder Schläuche אניונות genannt• Dieselbe LA bringt R. Hai Gaon auch für die Misclma das. II, 2, wo bei uns הגיונות zu lesen ist. Per Gaon erklärt das Wort als eine Ableitung vom biblischen אונות (Hiob 32,16). Die Richtigkeit dieser Erklärung ist sehr anzuzweifeln; mir erscheint es viel wahrscheinlicher, dass חביון eine Diminutivbildung vqn חבית ist, wie אימון und מהמן von איש und מהר, und dass אביונות durch Erweichung des ח zu א aus demselben entstanden ist. Jedenfalls hat der Singular dieses Wortes, trotz der Endung ית, nur אביון gelautet, wie bei so vielen neuhebräischen Wörtern mit der Mehrheitsendung ות. Betrachten wir mm die vom tnpn .מראך daselbst beigebrachte Stelle des פמ״ג, so sehen wir, dass bei Wein in Schläuchen oder Fässern, unter gewissen, dort erwähnten Modalitäten, נגיעת נכרי nicht zu streng genommen wurde und dass man die Worte des R. Jehuda אין?ןדקדקין ובו׳ auf solche Fälle bezogen hat. wir brauchen dieser Erklärung nur hinzuzufügen, dass R. Jehuda diese Lehre in mnemonischer Weise, gleichsam als סימן ■oder als מליבה, au die Worte der Schrift anlehnte: לא תמה ממ?מ ״ אביוגךBei der Beurteilung deines אביון, d. i. deines Fasses, sollst du nicht zu rigoros verfahren, sollst es nicht gleich als אמור er-