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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 277

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 277)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486285--4377-3490745
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213 ... ״ אבל אתה מטה בדינו של שורR. Jehuda sagt, man nimmt es bei יין נסך nicht zu genau“: [Das wird im מראה הפנים z. St. iin Namen des סמ״ג so erklärt: Wenn der Wein aus einem Fasse ausrinnt und man ruft einen נכרי herbei, um den Schaden auszubessern, so wird der Wein dadurch nicht נסך. Der סמ״ג bemerkt ausdrücklich, dass die Worte des Jeruschälmi sich darauf beziehen]. ״Es steht geschrieben: Neige nicht das Recht deines Armen in seinem Rechtsstreite! d. h. du sollst ihm alle Vergünstigungen, die das Gerichtsverfahren bei Kapitalverbrechen verschreibt, zubilligen. Beim Verfahren gegen den stössigen Ochsen sind jedoch alle diese Vergünstigungen ausgeschlossen“. Vgl. Babli Sanheärin 36 b und Raschi daselbst. Soweit ist die Stelle ganz klar. Die Frage ist nur, in welchem Zusammenhang steht der Ausspruch über יין נסך mit dem vorher-;gehenden oder mit dem folgenden. Der Kommentar פני משה meint, weil unmittelbar vorher ein Ausspruch des R. Jehuda erleichternder Art angeführt wurde — ריי אומר אפילו ממזרין —, deshalb wird auch dieser Ausspruch gleicher Tendenz hinzügefujgt. Eine solche Erklärung könnte inan sich gefallen lassen bei einem Lehrer, dessen Name nur sehr selten erwähnt wird. Bei R. Jehuda oder, wie es im Babli daselbst heisst, Rab Jehuda, deren Namen zu den im Talmud meistgenannten zählen, muss sie uns als sehr gezwungen erscheinen. Abgesehen davon sprechen zwei Zeugnisse gegen diese Erklarung. Der von Menasse Grossberg nach einer Münchener Hand- Schrift herausgegebene Kommentar zur Thora: פשמים ופיירושים על ה, חומשי תודה מר* יעקב מווינה, Mainz 1888, schreibt auf Seite 61 folgendes: 1א תמה משפט אביונך בריבו בירושלמי שאין לדקדק ביין נסך?. Wir sehen also, dass sich nach seiner Auffassung die Deutung des R. Jehuda an den darauf folgenden Bibelvers anlehnt und mit diesem in Verbindung steht. In dem Werke דמשק אליעזר II, Pressburg תרמ״א, wird S. 41 ein sogenannter מדרש פליאה angeführt, der folgenden Wortlaut hat: לא תטה משפט אביונך בריבו מבאן ליין נסך שאסור מן התורה. Aus diesen zwei von einander unabhängigen Zeugnissen aus relativ alter Zeit ergibt sich, dass der דרש des Jeruschälmi sich doch auf den Bibelvers bezieht und־ das§ in demselben eine Andeutung auf יון נסך enthalten seiin muss. ׳ Sie beweisen auch, dass

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