Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 271)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/2781487
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207 ״ מאי, אחרWas bedeutet dies אחר?“ Darauf sagt R. Abba: אחר שתפשו הקב״ה לירבעס בבנדו וא״ל חזור בך ואני ואתה ובן ישי נטייל בגן עדן ״ ובו׳Nachdem der Heilige, gelobt sei Er, Jerobeam bei seinem Gewände gefasst und zu ihm gesprochen hatte: ״Kehre zuruck! Ich, du und der Sohn Jischais werden uns zusammen im Gan Eden ergehen“, fragte Jerobeam: ״Wer wird an der Spitze gehen?“ ״Der Sohn Jischais“, lautete die Antwort. ״Wenn dem so ist, so mag ich nicht um kehren“, entgegnete darauf Jerobeam. מהרש׳יא bemüht sich zu erklären, warum der Haggadalehrer R. Abba dieses אחר auffallend findet, nachdem es doch ganz ungezwungen auf die vorhergehende Erzählung von dem Gottesmann aus Judäa am Anfang dieses Kapitels zu beziehen wäre. Er meint, die Frage wäre deshalb berechtigt, weil inzwischen die weitere Erzählung von dem schauerlichen Ende dieses Propheten eingeschoben steht. Vgl. auch Raschi zu I. Könige das. Abgesehen davon bleibt jedoch auffallend, dass nach dieser Haggada Jerobeam einer direkten göttlichen Aufforderung gewürdigt worden sein soll, einer Aufforderung, die in Rede und Gegenrede erfolgt sei. Wo in aller Welt liegt auch nur der geringste Hinweis nach dieser Richtung in den Worten dieses Verses? Nach meiner Meinung haben wir hier ein typisches Beispiel vor uns, wie die Haggada Erzählungen der heiligen Schrift psychologisch vertieft und gewissermassen dramatisch gestaltet. Am Anfang dieses Kapitels steht die Erzählung von dem Propheten aus Jehuda, der Jerobeam in dem Moment, als er auf dem Altar Räucherwerk darbrachte, gegenübertritt. Er spricht im Namen Gottes eine Drohung aus und gibt zugleich zur Bewahrheitung seiner Sendung ein מופת an, das augenblicklich in Erfüllung geht. Der Altar, auf dem der gottlose König soeben opferte, berstet in der Mitte auseinander, sodass die auf ihm befindliche Asche zu Boden fällt. Zornbebend streckt Jerobeam seine Hand aus mit dem Befehl, den kühnen Zurechtweiser zu ergreifen. Da ereignet sich ein neues Wunder. Seine Hand, die er in frechem Trotze gegen den Gottesmann erhoben hat, erstarrt, er vermag sie nicht mehr zu bewegen. Er muss den Gottesmann anflehen, dass er durch sein Gebet die Erstarrung löse, und, nachdem dieser seine Bitte erfüllt hatte, kann er seine Hand wieder bewegen. Diese Wunder waren Vorgänge, die doch den verstocktesten