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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 270

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 270)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486285--4370-3490738
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«0« schliessen ist, so liegt die Vermutung nahe, dass diese beiden Grossen eine andere LA vor sich hatten. Nehmen wir den דקדוקי סופרים zur Hand, so finden wir unsere Vermutung bestätigt. Dort steht nämlich in der Gemara משום קלון אביו ואמו. Der gelehrte und verdienstvolle Herausgeber des דים, der sonst so behutsam in seinem Urteil war, hat an unserer Stelle seine übliche Vorsicht ausser Acht gelassen; denn er schreibt kurz und bündig וטיס״“, d. h. die LA ist falsch und beruht auf einem Schreibfehler. In Wirklichkeit ist diese LA nichts weniger als ein טיס, sie ist es vielmehr, die der anderen Erklärung zu Grunde liegt. Nach dieser LA will Rab Josef uns erklären, was den Vorleser veranlasste, bei der Vorlesung der עריות das Pronominalsuffix zu ändern, d. h. מכנה zu sein. Der Vorleser meint, es sei indecent oder beleidigend, einem direkt ins Gesicht zu sagen ערות אביך ערות אמך וכו׳ und aus diesem Grunde d. h. משום קלון אביו ואמו hält er sich berechtigt, den Wortlaut zu ändern und sagt dafür in dritter Person אביו ואמו. Diesem Missbrauch wollten die Weisen mit ihrem משתקין אותו steuern. Auffallend bleibt nur, dass Aruch s. v. כן diese neue Erkiärung bringt und s. v.קלן die LA בקלון אביו ובקלון אמו hat, die sich nur sehr gezwungen mit dieser Erklärung in Einklang bringen lässt. Es ist anzunehmen, dass er s. v. כן die andere LA vor sich hatte. Nachträglich sehe ich, dass קרבן נתנאל zu Megilla unsere Stelle bespricht. Er bemüht sich, die LA des Aruch mit der Erklärung, die er an erster Stelle gibt, zu vereinigen, und verweist auf Jeruschalmi, dessen Worte sich zur Not ebenfalls so deuten lassen. R. Nethanel Weil, der Verfasser des ק*נ, war der erste, der die Münchener Handschrift — damals noch in Pfersee — kurze Zeit benutzt und auf den Wert ihrer Lesarten aufmerksam gemacht hat. Vgl. die Karlsruher Ausgabe seines Werkes (1755) gegen Ende. Wäre ihm damals unsere LA aufgestossen, er hätte sich sicherlich mit ihr gefreut. LIII. Sanliedrin 102a heisst es in Bezug auf den Vers I. Könige 13,83: ״ אחר הדבר הזה לא שב ירבעם מדרכו הרעהNach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam von seinem bösen Wandel nicht zurück“:

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