Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 263)
- Language
- German
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199 תלמידים ולתלמידיו תלמידים קורין אותו רבן [צ״ל רבי] נשתבחו התלמידים קורץ ״ אותו רבןWer Schüler besitzt und dessen Schüler wieder Schüler haben, den nennt man ״Rabbi4‘; wenn dann seine Schüler zu An* sehen gelangen, so nennt man ihn ״Rabban44. Es scheißt daraus hervorzugehen, dass inan einen Lehrer, dessen Schüler נשתבחו, d. h. wohl, dass sie selbst bereits die סמיכה erlangt und den Titel ״Rabbi46 erhalten haben, mit einem höheren Titel ausgezeichnet und ״Babban“ genannt hat. Scherira bemerkt bereits daselbst, dass in unseren Talmuden von einem derartigen Gebrauch nichts zu finden sei, denn der Titel ״Rabban“ findet sich nur bei den ״Fürsten44, den Vorsitzenden des Sanhedrin in der alten Zeit. Der Gebrauch ist demnach nicht allgemein durchgedrungen und wurde dann ganz und gar aufgegeben. Dagegen scheint mir, dass das Oberhaupt des Lehrhauses und überhaupt jeder Lehrer von Seiten der תלמידי תלמידים mit einem besonderen Titel belegt wurde. In dieser Vermutung bestärkt mich folgendes. Bei den Rischonim findet man häufig, dass der Lehrer des Lehrers רבינו הגדול genannt wird. Das darf man nicht ״unser grosser Lehrer“ übersetzen, sondern ״unser Grosslehrer44, ahn״ lieh wie man in den anderen Sprachen den Vater der Eltern ״Gross« vater66 nennt1). Diese Sitte ist meiner Meinung nach talmudischen Ursprungs. Die תלמידי תלמידים — nennen wir sie ״Enkelschüler“, wenn der Ausdruck gestattet ist, — nannten ihren Lehrer רבי, רבינו und den ף Der ריטב״א war ein Schüler des דא״ה und des דשב׳יא, beide waren Schüler des רמב״ן, deshalb nennt er diesen stets רבעו הגדול. So schreibt er z. B. zu Niddah 28 a: מיסודו של מורי ההא׳יה בשיטת רבעו הגדול רבו הרמב״ן דל. Vgl. auch אור החיים S. 473. Nebenbei sei bemerkt, dass der Hebräer nicht den Ausdruck תאב הגמד für ״Grossvater“ kennt. Dagegen sagte man im Aramäischen אבא רבה, אימא רבתי für ״Grossvater“ und ״Grossmutter“, Jebamoth 21 b. Diese Bezeichnung für die Grosseltern fehlt in allen mir zugänglichen Wörter« büehern. Andererseits übersetzt Levy NHWB I, 548 אימא זקעה in Kidduschin 31b mit ״Grossmutter“. Das ist unrichtig; es bedeutet: eine alte Mutter; vgl. רמב״ם ה׳ ממרים VI, 10. Ebenso ist das weitere Zitat bei Levy aus MegilKa 27b nicht beweiskräftig; auch dort ist offenbar ״ אימא זקנהeine alte Mutter“. Dagegen bedeutet ״ זקן, זקנהGrossvater“ resp. ״Grossmutter“. Kohut s. v. זקן hat nicht nur Levys Irrtum nachgeschrieben, er hat auch die folgenden Zitate bei Levy missverstanden und auf das Vorhergehende bezogen.