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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 262

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 262)
Language
German
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IRI
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198 s. v. ד עדרא wendet dagegen ein, dass der an erwähnter Stelle von R. Jochanan רבי רבה genannte Lehrer kein anderer als eben R. Jehuda ha־Nassi sein kann. Die ganze Schwierigkeit liegt also i» dem Ausdruck רבי רבה; denn das einfache רבי, das R. Awira zuerst gebrauchte, muss nicht gerade den allgemein so genannten Rabbi Jehuda, den Heiligen, bezeichnen, es kann einfach ״mein Lehrer“ heissen, wie z. B. Pesachim 37 a, Bezah 22 b u. v. a., dagegen mit רבי רבה wird ausdrücklich R. Jehuda ha-Nassi oder der Heilige bezeichnet. Da glaube ich, eine neue Vermutung wagen zu dürfen, die geeignet ist, noch andere Schwierigkeiten zu erklären. Zuvor sei mir eine Abschweifung gestattet, die jedoch mit unserem Thema in Beziehung steht. Der Ausdruck תלמידי תלמידיהון im Kaddisch und im יקום פרקן- Gebet bedarf der Erklärung. Man sollte doch meinen, mit dem vorausgehenden רבנן ותלמידיהדן sei alles gesagt; denn wenn die Schüler wieder Schüler ausstellen, dann sind sie eben zum Rang der רבנן emporgestiegen; wozu bedarf es da noch der besonderen Erwähnung der תלמידי תלמידיהון? Es ergibt sich daraus die auch anderweitig nachweisbare Tatsache, dass es in den talmudischen Lehrhäusern stets Schüler ersten und zweiten Grades gegeben hat. Die reiferen Schüler — und bis zu 40 Jahren fühlten und betrachteten sie sich als Schüler, vgl. B. Mezia 30 a — folgten den Vorträgen des Lehrers und beteiligten sich an der Diskussion; die jüngeren Schüler, die noch nicht folgen konnten, waren auf die Belehrung der reiferen Schüler angewiesen. So erzählt R. Jochanan Chulin 137 b: ״Ich sass 17 Reihen hinter Rab, dieser sass vor Rabbi. Wie Lichtstrahlen flogen die Worte vom Munde Rabbis zu Rab und vom Munde Rabs zu Rabbi; ich aber verstand gar nichts, von dem was sie redeten“. Jeder Lehrer hatte demnach zwei Schülergenerationen unter sieb, sodass die Lehrhäuser רבנן ותלמידיהון ותלמידי תלמידיהון umfassten. Eine ähnliche Einrichtung hat sich noch bis auf den heutigen Tag in den Jeschiboth erhalten, sodass wir mit Recht die betreffende Stelle im יקום פרקן- Gebet sagen. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Tosefta Ende Edujoth hingewiesen, welche nach dem Sendschreiben des R. Scherira und Aruch s. v. אביי, folgenden Wortlaut hat: מי שיש לו

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