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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 261

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 261)
Language
German
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197 Eine solche Ausdrucksweise musste jedoch den babylonischen Lehrern, die daran nicht gewöhnt waren, gespreizt und geziert Vorkommen, deshalb hat ßab Safra die eigenen Worte des Fremden wiedergegeben: ״Er sagt עוירא שמני nu. L. In der erwähnten Talmudstelle in Chulin liegt noch eine andere, eine chronologische Schwierigkeit vor, die ebenfalls der Lösung harrt. B. Awira kam nach Babylonien zu Zeiten Abbajis und referierte über einen Fall, der vor ßab bi kam, bei dem er Augenzeuge gewesen ist. Babbi Jehuda ha־Nassi starb ungefähr um 200, Abbaji dagegen um 330; ein hohes Alter hat er bekanntlich nicht erreicht, es heisst ausdrücklich, dass er zu sechzig Jahren gestorben sei (ßosch haschana 18a). Wie ist es nun denkbar, dass dieser ß. Awira, der noch Babbi gekannt und sogar ein Amt als מפטיר כנסיות unter ihm verwaltet hatte, Zeitgenosse des Abbaji gewesen sein kann? Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dass er dabei den ר* הונא צפוראדי erwähnt, der bei Babbi sass, als er den obigen Bescheid gab. Dieser B. Huna aus Sephoris wird aber in Jeruscbalmi immer als Schüler des B. Jochanan erwähnt. Babbi Jochanan hat wohl den Babbi noch gekannt, aber nur als ganz junger Schüler, während dieser bereits im hohen Alter stand. Wie konnte demnach sein Schüler B. Huna in der Eigenschaft eines Schülers vor Babbi sitzen? Wir sehen auch, dass B. Awira an verscbiedenen Stellen im Namen des B. Ammi und B. Assi tradiert, welche Schüler des B. Jochanan waren und an unserer Stelle führt er sich als Schüler und Zeitgenosse des Babbi ein! Baschi stützt sich bei seiner Erklärung auf den Umstand, dass Babbi Awira seinen Lehrer, dessen Entscheidung er hier referiert, zuerst רבי und sodann רבי רבה den ״grossen Rabbi“ nennt. Darin erblickt Baschi den so hoch verehrten B. Jehuda ha־Nassi, den auch B. Jochanan Chulin 54a so nannte. Bei der chronologischen Unmöglichkeit dieser Erklärung sind wir berechtigt, ausnahmsweise eine andere zu versuchen. Nachträglich habe ich auch gefunden, dass bereits Juchasin diese Schwierigkeit erkannt hatte, denn er bemerkt, es müsse ein anderer גדול הדור unter רבי רבה gemeint sein. Heilprin im Seder ha-Doroth

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