Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 259)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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195 ״Ich habe mir diesen Titel erworben, ich bin berechtigt, ihn zu führen1)“. Wir begreifen daher, dass man es sonderbar fand, wenn dieser aus Palästina zugereiste Gelehrte sich selbst ״Rab“ oder ״Rabbi“ — die Lesarten schwanken — nannte. Dieses Befremden liegt ausgedrückt in den Worten R. Safras: ״Er sagt: ״R.“ Awira ist mein Name“. Aber noch ein anderes Wort musste Befremden erregen. Er sagte: ר״ עוירא שמני♦ Dieses שמני ist eine grammatisch unmögliche Form, die meines Wissens noch gar nicht erklärt wurde; es müsste doch שמי heissen. Diese ganz ungewöhnliche Form kommt — so weit mir bekannt ist und mit aller Reserve sei es gesagt — nur noch einmal im talmudischen Schrifttum vor. Erubin 64 b wird erzählt, dass Rabban Gamliel auf einer Reise von Akk0 nachKesib einem Heiden begegnete, den er, ohne ihn zu kennen, mit dem Namen מבגאי anredete. Der ihn begleitende Schüler fragte nachher den Heiden nach seinem Namen und er antwortete: ״ ♦מבגאי שמניMagbai ist mein Name“. Vgl. Tosephta Pesachim H, Jeruschalmi Aboda .Sara I, Midrasch rabba HI, 37. Woher stammt diese sonderbare Form שמני? An ein Verbum ״ שוםbenennen“ mit dem Akkusativsuffix ני, so dass unser Wort עמני (ähnlich wie שמני I. M. 45,9) gelesen werden müsste, ist doch nicht zu denken. Es würde dann das Subjekt des Satzes fehlen. Es kann nichts anderes als das Hauptwort שם darin enthalten sein, wie es auch R. Gerschom und Raschi erklären. Woher kommt aber dann das ״Nun“ zwischen Stammform und Suffix? Bei Verben kommt ein derartiges ״Nun epentheticum“ ziemlich häufig vor — *) Für Raschis Erklärung, dass man ihn von Jugend auf רב הובא nannte, Hesse sich folgender Grund angeben. Rabbah b. Nachmani hat den Namen seines Neffen Nachmani in Abbaji, die aramäische Uebersetzung von בחמגי, umgewandelt, weil er den Namen seines eigenen Vaters selbst als Bezeichn nung eines anderen nicht ohne Ehrentitel nennen wollte. Vgl. Aruch s. v. אביי aus dem Sendschreiben des Scherira Gaon und Jore Deah § 240,2. Aehn~ lieh so mag der Vater dieses Rab Huna Gründe gehabt haben, den Namen Huna ohne Ehrentitel nicht auszusprechen, er nannte daher seinen Sohn von Jugend auf ״Rab HunaM, so dass dieses ״Rab“ ein Bestandteil seines Namens war und er mit Recht sagen konnte: בעל השם אני. Vgl. Aruch a. a. O.: ם' שזה w הלק משמו כגון מר קשישא, dass מד kein Titel, sondern Bestandteil seines Namens war.