Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 117)
- Language
- German
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53 zur Befriedigung seiner Gläubiger bedürfe. Wie aus der Approbation des Rabbiners David Dispeck in Baiersdorf zu dem genannten Machsor bervorgeht, haben die drei Männer jedenfalls die Druckkosten bestritten, die bei diesem umfangreichen Werke nicht unbedeutend waren. Im Jahre 1762 erscheint auch ein Bruder des Itzig b. Lob, namens Henoch1), als Drucker in Fürth. Er druckte im ganzen drei Werke in Fürth und vier Werke in Nürnberg2) und scheint oft in Geldnöten gewesen zu sein3). 1769 zeichnet er im Reklamevermerk als Buchhändler (Nr. 238). Als Drucker und Verleger erscheint 1762—1769 Josef Petschau4) in Gemeinschaft mit seinem Sohne Mendel Beer in 17 Druckwerken. In den Jahren 1758 und 1763 wird der Name des Petschau in Verbindung mit dem Drucker Salomo in Sulzbach in den Fürther Protokollbüchern erwähnt; einmal handelt es sich um den Druck der מגידים, ein andermal um kleine Machsorim. Im Jahre 1770 wurde angeordnet, dass kein Buch ohne Genehmigung des Rabbinats gedruckt werden dürfe5), eine Anordnung, die, wie es scheint, zu Unzuträglichkeiten führte und deshalb wieder aufgehoben wurde. Die Tekanoth von 1786 sagen ausdrücklich, dass die Drucker für den Inhalt der aus ihrer Offizin hervorgegangenen Werke selbst verantwortlich sind6). Isaak b. David aus Zirndorf, Itzig Zirndorfer genannt, übernahm Ende 1775 nach dem Tode des Buchdruckers Chajim b. Zbi Hirsch, dessen Witwe Sorl seine Gattin wurde7), seine Druckerei ף lahrb. VIII, 111. 8) Siehe ״Nürnberger Drucke“ Nr. 10a ff. Vermutlich druckt er in Nürnberg, um seinen Gläubigern aus dem Weg zu kommen. 3) Vgl. Jahrb. VHI 1. c. 4) Vgl. |ahrb. 1, 53 n.f wo zu bemerken ist, dass Petschau eine Stadt in Böhmen ist und mit Petschaftstecher nichts zu tun hat. Die Familie Petschau war auch in Prag vertreten (vgl. Hock—Kaufmann, die Familien Prags p. 278). ln einer Urkunde des Waisenhauses in Fürth d. a. 1764 findet sich auch der Name Salomo b. Zbi Petschau als Deputierter des Waisenvereins. 5) Vgl. Vorrede des Chajim b. Zbi Hirsch zu קהלות (Nr. 242). 6) Ueber die Erteilung von Approbationen vgl. fahrb. VIII, 85. 7) Isaak Zirndorfer und seine Gattin Sorl werden vom Herausgeber des ס, עטרת א^הו (Nr. 259) mit Dank erwähnt; vgl. auch Schlusseite dieses Buches, das Zirndorfers erstes Druckwerk war.