Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 116)
- Language
- German
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52 Nach siebenjähriger Pause wurde 1737 von Chajim b. Zbi Hirsch , aus Wilhermsdorf1) eine Druckerei im Scbindelhof errichtet, die 35 Jahre lang bis zu seinem Tode von ihm selbst geleitet wurde, teilweise auch unter Mitwirkung seines Vaters Zbi Hirsch b. Chajim2), der 1712—1739 der Druckerei in Wilhermsdorf vorstaud3) und von 1739—1753 verschiedene Druckwerke in Fürth, seinem späteren Wohnorte, hersteilen liess. Sorle, die Witwe des Chajim, Tochter des Marum aus Floss, zeichnet noch 1774 bei drei Druckwerken4), nachdem Chajim, ihr Gatte, am 11. September 1772 aus dem Leben geschieden war. Aus der Offizin des Chajim b. Zbi Hirsch sind einige 80 Druckwerke hervorgegangen. Im Jahre 1761 hatte neben jener Chajims noch eine weitere Druckerei sich aufgetan; sie stand unter der Leitung des Itzig b. Lob Buchbinder5) und befand sich in der Alexandergasse im Hause des Baruch Jaffa6). Sie bestand bis 1792 und lieferte etwa 73 Druckwerke. Grössere Arbeiten teilte sie mit der Druckerei des Chajim b. Hirsch 7). Im Protokollbuch der israelitischen Gemeinde d. a. 1791 findet sich ein Eintrag über eine Klage des Sisel Schlenker, Henoch b. Josel und Feis Baiersdorf gegen den Drucker Itzig b. Lob, der ihnen seine Druckerei vollständig überlassen hatte und ihnen auch zugestand, nach ihrem Belieben Setzer anzustellen und zu entlassen; nun habe Itzig seinen Sohn als Setzer angestellt, was sie nicht dulden wollten, und einen anderen Arbeiter, den sie angestellt, habe er hinausgeworfen, wodurch sie sich sehr geschädigt fühlten, weil sie das Machsor, welches sie z. Zt. im Druck haben8), nicht fertig stellen könnten. Im folgenden Jahre beklagt sich Sisel Schlenker über die beiden oben genannten Kompetenten, dass sie die Machsorim billig verkaufen, ohne ihm seinen Anteil zukommen zu lassen, dessen er ף Vgl. Jahrb. VIII, 155- י) Das. p. 154. Im Jahre 1732 wird sein Harne auch ®genannt, als es sich um die Versendung der Schriften von Mose Chajim Lüzzato handelte; cf. REJ XXIII, 260 (wo in Nr. 2 p. 289 in 2897 zu verbessern ist). 3) Freimann I. c. p. 105. 4) Vgl. Nr. 254, 255, 256. 5) Jahrb. VIII, 117. Sein Erstlingswerk war שבט מוסר (Nr. 148). 6) Das. p. 115. ל) Vgl. יד חומקת Nr. 180 und 197. •) Vgl. unten Nr. 337.