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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 118

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 118)
Language
German
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54 im Schindelhof, die er anfangs mit den Waisen Chajims, dann 1782 allein und von 1818 an mit seinem Sohn David betrieb. Seine Drucke sind öfter mit der Vignette איצק מדפיס versehen1). Er studierte 1771 bei ß. Tebele Scheuer in Mainz und lernte dort gemeinsam mit dessen Sohn Herz Scheuer2). Isaak Zirndorfer, der am 18. Adar II (27. März) 1826 in hohem Alter starb, war ein frommer und gelehrter Mann, dessen guter Ruf auch nach seinem Tode fortlebte3). Seine Druckerei lieferte sehr viele und gut ausgestattete Werke, die ein grosses Absatzgebiet fanden. Um das Jahr 1820 übernahm David4), sein ältester Sohn (geb. 18. März 1776, gest. 20. Juni 1855), der von seinem Vater schon 1801 bei der Drucklegung von דרך סלולה (Nr. 370) mit Dank erwähnt wird, die Druckerei in alleinigen Betrieb unter der Firma David Zirndorffer Isaacssohn. Auch er lieferte sehr ansehnliche Drucke, unter denen besonders die glänzend ausgestattete Talmudausgabe (Nr. 532/33) zu nennen ist, die aber nicht über zwei Talmudtraktate hinauskam, da zweifellos der Absatz die grossen Druckkosten nicht deckte. Ein dritter Traktat, dessen Druck schon angefangen war, kam nicht in die Oeffentlichkeit. Als Drucker und Verleger wird Mose, ein jüngerer Sohn des Isaak Zirndorfer, 1820—23 in einigen Werken genannt5); er scheint jedoch geschäftlich nicht prosperiert zu haben6). Bekannt sind die religiösen Wirren in der Gemeinde Fürth, die der Wahl des Dr. Löwi zum dortigen Eabbiner vorangingen. Seine Antrittsrede (Nr. 414, bei J. Volkhart in Fürth gedruckt) enthält am Schluss die Bemerkung: »Wir waren genöthigt, die hebr. Citate mit lat. Lettern zu drucken, da der hiesige jüdische Buchdrucker Zirndorfer, stets ein eifriger Gegner der Löwi’schen 4) Ueber seine Vereinbarung mit der Firma Arnstein in Sulzbach wegen der Kalender vgl. Jahrb. I, 107. *) Vgl. Schluss von אלון במת (Nr. 406). 3) Vgl. seinen Nachruf im Memorbuch der Klaussynagoge (Jahrb. VIII, 171 Nr. 149). 4) Er wird auch in 133 ,11 שמלת בגימין erwähnt. 6) Sein Name erscheint auch schon 1803 in דרך סלולת (Nr. 370 1m 4. Teil) und 1804 als Bearbeiter einer Pesachhaggada (Nr. 373). 6) Vgl. Jahrb. I, 113. Ein anderer Sohn des Isaak Zirndorfer, namens Marum, wird als Vorsteher in Rexingen 1831 unter den Pränumeranten der Further Talmudausgabe genannt.

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