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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 92

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 92)
Language
German
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28 der Meiselschul. Von diesen Derasehoth liess er sich aber auch durch nichts abhalten1). Noch einige Worte über sein gemeinnütziges Wirken. Er war lange Zeit, bis zu seiner Aufnahme in das Frankelsche Beth- Hamidrasch, eines der massgebenden Mitglieder der Klaussynagoge2), wo er auch als geschätzter Baal Tefilla an den hohen Feiertagen fungierte. Er war seiner Familientradition gemäss eines der eifrigsten Mitglieder der Prager Chewra Kaddischa, deren Ausschuss und Vorstand er viele Jahre hindurch bis zu seinem Tode angehörte3). Er empfing jeden Bittsteller freundlich, half, wo er konnte, mit Rat und Tat und pochte häufig im Interesse seiner Schützlinge an die Türen der Wohlhabenden; gar vielen half err wenn es sich um Intervention bei Behörden, um Zensurschwierigkeiten oder Ausstellung von Zeugnissen handelte, durch seine gewichtigen Empfehlungsschreiben an Karolus Fischer.; Als eis gelegentlich seiner alljährlichen Reisen nach Tejdite das Elend der von weit und breit herbeiströmenden krauten Glaubensgenossen, für die mangels Geld nicht genügend gesorgt werden konnte, erkannte (die Teplitzer israelitischen Wokttätigkeits- Institute waren ausschliesslich auf die Spenden wohlhabender Kurgäste und Teplitzer Gemeindemitglieder angewiesen), da organisierte er mit Erlaubnis der k. k. Stadthauptmannschaft Prag alljährliche Sammlungen für die Teplitzer armen israelitischen- Kurgäste, zu denen' die Judenschaft durch die k. Kreisämter aufgefierdert wurden und deren Ergebnis dann im Wege der Prager Juden ־ Steuer- Gefäilsdirektion dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde Teplitz überwiesen wurden4). Was Wunder wenn die unerwartete5) Nachricht von der *) Vgl. חזון?1מועד הזין ט׳, wo er zu Beginn erwähnt, dass er wochenlang infolge eines Unfalles nicht habe gehen können, aber jetzt durch die Gnade Gottes doch im Stande sei, seiner mehr als 40jährigen Gepflogenheit zu entsprechen. Vgl. ת״ם ה״ב Nr. 232. s) Nachrichten darüber in den Handschriften des Archives der Prager התמניית :ה״ק ,c und ס' הפסקים. 4) Ausführlich mitgeteilt (auch die Zuschrift der Prager Stadthauptmann״ Schaft vom Jahre 1817) bei Spitz זכרו! אליעזר, S. 28. 5) Wenige Wochen vorher hatte er noch anlässlich der Erkrankung des Kaisers Franz Gebete für die Genesung des Herrschers abgefasst und einige

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