Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 87)
- Language
- German
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23 gehindert, so sind es der traurige Anlass und die Mast, die ihn beim Abfassen der Trauerreden um seine Eltern daran hinderten, formvollendet zu schreiben, er druckt aber die Reden unverändert so ab, wie er sie gehalten hat. Am 4. Januar 1813 heiratete er auf Betreiben seiner Kinder, die ihn vor dem Alleinsein schützen und ihm für das Alter eine treue Pflege sichern wollten, Rebekka, die Witwe des Seligmann Karpeles, eine Tochter des Simon Lowatitz, der seinen Stammbäum bis zu Elia Spira, dem Verfasser des Elia sutta und Elia rabba, hinaufführte, und fügte so wiederum eine der ruhmreichsten Prager Familien seiner Verwandtschaft ein. Seine zweite Frau erfüllte die Erwartungen1); doch auch da blieb ihm schwere Prüfung nicht erspart; nach einigen Jahren erblindete seine zweite Frau und er, der selbst Pflege und Betreuung brauchte, wurde jetzt ihr Pfleger. Mit dem zunehmenden Alter kehrte R. Eleasar bei seinen Ver- Öffentlichungen immer mehr zum Ideale seiner Jugend, zur Halacha, zurück; wohl hat er die Absicht, auch noch eine grosse Deraschothsammlung zu veröffentlichen; er gibt aber nur den ersten Teil unter dem Titel חזון למועד im Jahre 1824 und zwei patriotische Kanzelreden unter dem Titel מבשר טוב, gehalten in der Meisel- und Klaussynagoge anlässlich der Waffenerfolge der Österreicher in Italien i. J. 1821, heraus. Zu dieser Veröffentlichung wird er förmlich gezwungen von R. Moses Eidlitz, der sie auf seine eigene Kosten druckt, hauptsächlich mit Rücksicht auf die erschienene lückenhafte Übersetzung dieser Reden. Der Aggada gehört nur noch sein Kommentar zur Pessachhagada מעשה בר׳ אלעזר an, den er 1818 veröffentlicht. Mit um so grösserem Eifer widmet er sich jetzt der Herausgabe seiner halachischen Schriften. Vieles hindert ihn daran; sein Gesundheitszustand ist häufig sehr nngünstig, seit vielen Jahren muss er die Heilquellen von Karlsbad und später von Teplitz aufsuchenL>), die ihm meist momentane J) Vgl. den Dank R. Eleasars an sie im Voiwoit zum dritten Teile seines Responsenwerkes. *) 1774 ist er zum Kurgebrauch in Karlsbad (ע״ה ה״ג); einigemal erwähnt er, dass er zu Hause Brunnenwasser trinken muss. Jahrzehntelang geht er alljährlich nach Teplitz.