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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 81

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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17 täter Joachim Edlen von Popper, den Primator der böhmischen Landesjudenschaft, unter dem Titel קר החיים\ Die äusseren Lebensverhältnisse R. Eleasars hatten sich mittlerweile wesentlich geändert. Durch den 1794 erfolgten Tod Salman Emrichs und das Hinscheiden Michael Bachrachs war er im Jahre 1801 erster Oberjurist geworden. Seine materielle Lage, die im Jahre 1793 noch so traurig war, dass sich seine Freunde unter der Führung Jakob Meliz’ zusammentaten, um ihm regelmässige Unterstützungen zu gewähren, hatte sich insoweit gebessert, als er in den Genuss der von Joachim Edlen von Popper und der von Israel Frankel gegründeten Stiftung für Gelehrte getreten war. Ein schwerer Schlag traf ihn durch das Hinscheiden seines Vaters am ersten Tage des Wochenfestes 5558. Er setzte ihm ein literarisches Denkmal in אהבת דוד und קונטרס 1 נפש דוד ונפיפז חיה). Seine Kinder waren alle verheiratet. Seiner ältesten Tochter Rebekka, die er an den gelehrten Isak Spitz aus Kollin, den nachmaligen Prachiner Kreisrabbiner und Jungbunzlauer Rabbiner, verheiratete, konnte er nur mit Mithilfe vieler Freunde eine Mitgift von 400 fl. geben; zugleich verpflichtete er sich, das junge Paar drei Jahre hindurch zu verköstigen. Gerne hätte R. Eleasar seinen gelehrten Schwiegersohn in Prag behalten; vergeblich bemühte sich Karolus Fischer, Spitz eine Anstellung als sogenannten -) ״jüdischen Vorzensor“, einer Art Adlatus des Zensors, zu erwirken. Nach Ablauf der ihm bewilligten dreijährigen Aufenthaltsfrist musste Spitz — nicht ohne Zutun der Vorsteher der Prager Judengemeinde — Prag verlassen. Die Tochter Isak Spitz’ wurde die Mutter des bekannten deutschböhmischen Dichters Moritz Hartmann. Die zweite Tochter verheiratete Fleckelcs an Veit Friedländer aus Kollin; ein Ansuchen Veit Löw Friedländers, ״zur Erlernung der talmudischen Lehre“ sich in Prag aufhalten zu dürfen, wurde rundweg abgelehnt. Seine dritte Tochter verheiratete er an Isak Hamburger in Prag. ג) Vergleiche S. 22. 2) Der jüdische Vorzersor war im 18. Jahrhundert eine ständige Einrichtung der Prager Zensur; er hatte die hebräischen Schriften auf etwaige anstössige Stellen zu piülen und solche dem Zensor vorzuiegen. Dieses ausserordentlich verantwort ungsvolle Amt bekleidete unter Fischers Vorganger Leopoldus Tirsch Schoiem Jeiteles. Jahrbuch J. L. U. X.

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