Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 596)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486283--4099-3490466- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
504 hier SaadiaGaoD,dessen arabische Uebersetzung vorstehenden Satzes gelautet haben soll: ויסתדיר מן מאול אלי ואד אל עריש. Es ist heute allgemeine Annahme, dass der ״Bach von Mizrajim“ das bekannte Wadi el-Arisch sei. Ob diese Indentifizierung auf Tradition beruhe oder ob sie des immer nach Wahrheit forsehenden und stets das Sichtige findenden Gaons unmittelbares Ergebnis selbst sei, mag für uns gleichgültig sein. Genug, dass die Wahrheit zu Tage liegt, und doppelt erfreulich für uns, dass der, der sie uns aufgedeckt, kein anderer und kein geringerer war als Saadia Gaon. Somit ist dieser Teil des Verses klar. Was soll aber מאזל heissen? ״Azmon“, sagt Schwarz (תבואות הארץ ed. princ. S. 12 b), übersetzt Saadia Gaon מאול“. Ihm lag also dieselbe La. vor. Er gesteht aber selbst, dass er nicht weiss, was das für ein Name sein soll (לא זכיית,, לדעת). Beiden Gelehrten aber, Estori sowohl als Schwarz, hat ein fehlerhaftes Ms. Vorgelegen. Denn sowohl die hiesige Ausgabe des saadianischen תאג, als auch ein Ms. desselben, das sich in meinem Besitze befindet, lesen: .מנאזל Aehnlich so hat übrigens auch schon Farchi selbst an einer anderen Stelle. ״Soll das Paradies in Arabien zu suchen sein, dann liegt dessen Eingang in Beth Garem“ {Erubin 19 a). Neubauer, Göographie du Talmud (S. 38B), möchte unser Beth Garem mit Iran oder Yerim in Südarabien zusammenstellen. Schwerlich aber hat der tradierende Rabbi Schim’on ben Lakisch, ein palästinensischer Amora, an das so fern gelegene arabische Dorf gedacht, das ihm vielleicht nicht einmal dem Namen nach bekannt war. Uebrigens, wie Neubauer selbst in der Note bemerkt, hat Niebuhr den Ort gar nicht so fruchtbar gefunden, wie hier von ihm gerühmt wird. Zu unserem Beth Gorem äussert sich nun Estori (S. 21) folgendennassen: ״Ich habe nach dem Orte geforscht, bis ich ihn auch gefunden habe. Gegen anderthalb Tagereisen in gerader Richtung östlich von Gaza gelegen, wird er heute Menzul *) י) So liest die ed. princ., während ed. Edelmann die La. מנזל hat, daraus machte nun Luncz *מגדמ und Hirschensohn, שבע חנמזת S. 75, מדשדל! S. w.