Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 586

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 586)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3486266-3486283--4089-3490456
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

494 d’Evreux1), 3. E. David2). Ueber letzteren wissen wir nichts Näheres. Ueber sein Verhältnis zu E. Jechiel belehrt uns die kurze Notiz3): ״Als E. Jechiel starb, liess er seine Töchter den vorgeschriebenen Eiss bis auf den Körper machen“. Aus dieser Angabe lässt sich kaum auf verwandtschaftliche Beziehungen schliessen. E. Jechiel, der um das Jahr 1260 nach Palästina auswanderte, hinterliess in Frankreich einige Töchter, die vielleicht in Corbeil oder in Paris wohnten. Möglich, dass sie sich an R. Isak um Bescheid bezüglich der Trauer wandten und dieser ihnen den Kleiderriss um den in der Ferne verstorbenen Vater auferlegt hat. Keinesfalls klingt diese Bemerkung, als ob der Tote sein Schwiegervater gewesen. R. Jechiel ist, wie eine handschriftliche Glosse des R. Perez zu Semak Nr. 226 zeigt, in Dijon gewesen: וכמדומה שראיתי בדיגון שאסר רבי׳ יחיאל בהמשכ, דרך בתא. In unserer Ausgabe fehlt בדיגון. Diese Notiz dürfte vielleicht in irgendwelchem Zusammenhänge mit einer vielerklärten Stelle in Ascheri zu Jebamoth IV, 10 stehen: וכן הורה ר, יחיאל בר יוסף מפריז דל מארץ היון. Unter ארץ היון hat Elbogen (REJ. XLV 108) דיון vermutet, eine Annahme, gegen welche das Wort מארץ spricht, da Dijon eine Stadt und kein Land ist. Aber die Tatsache selbst, dass R. Jechiel dort gewesen, verbürgt die angeführte Glosse, wenn auch das Ascheri-Citat schwer zu erklären ist4). R. Isak aus Corbeil hat den Semak im Jahre 1277 verfasst und, wie bekannt, den Gemeinden Frankreichs und Deutschlands eingesendet. Bald darauf starb er. In der Einleitung des handschriftlichen Semak heisst es am Ende: והנה בעונותינו לא הספיקו לשלחו במלכות אילו עד שנתבקש בישיבה של •מעלה. Sein Todesdatum ף Semak Nr. 221, 224, 247, 281. *) Likutim Nr. 11. *מפי רבו ד,ר״ר דה; ib. Nr. 65 וכן אירע לו באזרליינץ וכן ד,זרה חר״ר דנד רבץ. 3) Likutim Nr. 53 כשנפטר רבי, יחיאל היה מצריך לבנותיו קריעה עד הבשר. 4) Zunz, Ges. Schriften 1. 169, not. 8. übersetzt: ״Es lehrte R. Jechiel b. Joseph b. M. von Griechenland aus. Grätz, Gesch. VII2, 130 ergänzt: 1בתשובה שאלה ששאלוהו) מארץ היו). Gross, GaHia, erklärt ארץ היה — Vienne. In Magyar Zsidö Szemle XXV11. 227 habe ich darunter ltalia graeca, Süditalien vermutet. Dafür spricht OS 11 20 a § 42. (=Sibole ha׳leket Nr. 35): ובארץ יון ובלומברריאה Süd׳ und Norditalien. Der Lehrer Zidkijahu b. Abrahams, Meir b. Mose ין• (vgl. Zunz, Zur Gesch. 566) correspondiert mit Simcha b. Samuel aus Speyer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.