Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 584)
- Language
- German
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492 erwähnt wird (No. 210), ist wahrscheinlich eine in den Text gedrungene Glosse des R. Perez1). Dies bezeugt eine Handschrift *) Die Stelle handelt von den auf den Bäumen wachsenden Vögeln (Bemikel-Gänse): זאותם עיפות שגדלים מן האילנות ודבוקין בא*?2[ בוזרטום שלהם ר״י היה אוסרם משום שרץ העיף וכן מורי רבינו יחיאל היה אוסרם. Orchoth Chajjim ed. Schlesinger II. p. 369 hat: היה רבינו יחיא?* אוסרן pד״ת היה אוסרן ,־, Kolbo, Nr. 101 führt dies im Namen R Isaks an: *?ר״י היה אוסרן ־. . . וכן היה אוסרם רבי יחיאל בר יוסי ז״. Der Widerspruch ist leicht zu beheben. Wir müssen die Chiffre ד׳ יעקב=ר״י lesen. Doch von R. Jakob Tarn berichten die Quellen das Entgegengesetzte. So die RGA. R. Meirs von Rothenburg ed. Lemberg Nr. 160: אומר מורי גור אריה ששמע מאביו ר׳ יצחק שר״ת הצריכם שחיטה ושלה לבני אינגיליטירא שצריבין שחיטה וכן אמר לי מוד* גור אדיה. In Mor״ dechai (ed. Riva) Chullin 1256 (735) ist die Stelle mit der Aenderung: R. Ju* da anstatt: Gur Arjeh zu lesen. Aber die Sache ist bestimmter gefasst, als der knappe Bericht des Semak. Dasselbe citiert Agur Nr. 1233 im Na״ men des Or Sarua. Andererseits führt Landau im Namen der Turim unter den Autoritäten, welche die Barnacle-Gänse verboten, folgende an: 'ר״ת ריב״א ר יחיאל מפריז. Demgemäss ist Jona, Issur wahetter 56,19 richtigzustellen. Dieser nennt ר״י ומהר״ם וריב״ם ור״י מפריש. Der erste ר״י ist ריב״ם ,ר״ת ist ר״יבא und ר״י מפריש ר, יחיאל. Wie wir sehen, sind die Relationen, welche auf R. Tarn zurückgehen, wiedersprechende. Dass der im Semak genannte RJ. — R. Tarn wäre, em״ pfiehlt Orchoth Chajjim, Jona, Agur. Hingegen nach der. deutlichen Mittei״ lung Meir b. Baruchs, Mordechais, Agurs im Namen Or Saruas hat R. Tarn die Schechita dieser Vögel gefordert. Eines ist aber zweifellos. Mit den Barnacle״Gänsen hat R. Juda ha״Chassid nichts zu tun. D. Oppenheim (Mo״ natsschrift 1869 p. 88) identifiziert unrichtig den im Mordechai erwähnten R. Juda mit dem Wormser (?) R. Juda (gestorben 1216?), der von seinem Vater, dem Speyerer R. Samuel gehört hat, dass R. Tarn diese Vögel schlachten liess. Dieser R. Juda ist Juda Sire Leon b. Isak aus Paris, der mit R. Juda ha-Chassid oft verwechselt wurde. So ist auch Bachers Bemerkung (Sepher Mussar p. 194) zu berichtigen. Dass die Fabel nicht auf deutsche, sondern französische Quellen zurückzuführen sei, beweist Menachem b. Serach,*Zeda la-Derech 11, 2, 7: יש ארצות שמוצאין שם עופות שגדלין מן האילין ותלויין בהרטומיהן וכשהם מבושלים נופלין ובודהין וכתבו חכמי צדפת שהם אמורים. Wie aus Joseph b. Juda ibri Aknins Sepher Mussar zu ersehen ist, waren die Barnacle״Gänse auch in Spa״ nien bekannt. R. Jakob b. Ascher, der Verfasser der Turim (Joreh Deah 84) kennt sie aus dem Semak : וכתב ר, יצחק שהם אסורים משום שרץ השורץ על הארץ. Das Citat Ist gekürzt, der genannte R. Isak ist der Verfasser des Semak. Wenn nun R. Tarn diese Vögel ebenfalls verboten hätte, so würde er diese Auto״ rität genannt haben. Andererseits ist es unverständlich, warum er die erleichternde Decision R. Tams nicht bringt. Vgl. כנסת הגדולה zu Joreh Deah 84. Wahrscheinlich Ist, dass Jakob b. Ascher bei den schwankenden Relationen der Ansicht des Semak sich anschliesst. Wir können nicht entscheiden, wen R.lsak aus Corbeil unter ר״י meint