Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 571)
- Language
- German
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479 briuger aber wurde es zur Ausrüstung der Kriegsschiffe verwendet/ Das Fiasko, welches Jason mit seinem Arrangement erlitt, führte nach kurzer Zeit seinen Sturz herbei. Menelaus und den Tobiassöhnen, die die kleinen Mittel Jasons von vorneherein verworfen und ein rücksichtsloses Verfahren gewünscht hatten, riss bald die Geduld und, zielbewusst wie sie waren, fassten sie den Entschluss, Jason so rasch als möglich zu Fall zu bringen. ״Nach einer Zeit von drei Jahren“, lautet die Fortsetzung (21. 23 ff.), ״sandte Jason Menelaus, den Bruder des vorbezeicbneten Simon, um dem Könige die Schätze zu überbringen und über einige dringende Geschäfte Anfrage zu machen. Dieser aber machte sich beim Könige beliebt dadurch, dass er ihm ins Augesicht schmeichelte wegen seiner Macht, und brachte das Hohepriestertum an sich, nachdem er den Jason um 390 Talente Silbers überbot. Nachdem er nun die königlichen Befehle erbalten, kam er an, keine des Hohepriestertums würdigen Eigenschaften mit sich bringend, sondern den Grimm eines wilden Tyrannen und die Wut eines grausamen Raubtieres. Also wurde Jason, der seinen eigenen Bruder verdrängt hatte, von einem anderen verdrängt und musste als Flüchtling ins Land der Ammoniter eilen 1)“. Die Folgen des Wechsels im Hohepriestertum machten sich allzubald in der entsetzlichsten Weise fühlbar. Menelaus glich in der Tat, wie ihn die Makkabäer charakterisieren, einem Raubtier, einer wilden, verhetzten Bestie, die sich am Anblick des Blutes weidet. Seine erste Massregel war die Statuierung eines grausamen, blutigen Beispiels am Volke, um es gefügiger zu machen. Der Exekutor dieser entsetzlichen Tat waren natürlich nicht die Tobianer selbst, welche das Volk, selbst wenn sie unter sich einig gewesen wären, zu jeder Zeit gänzlich aufreiben konnte, sondern der König Antiochus, der sich für Geld von *) Diese Ueberlieferungen werden durch einen parallelen Bericht des )osephus (Alt. XII, 5 ,1) in manchen Stucken lehrreich ergänzt. ״Uebrigens14, heisst es daselbst, ״nahm der König im Zorn bald darauf dem fason die Hohepriesterwurde wieder ab und verlieh sie dessen jüngstem Bruder, der gleichfalls Onias hiess . . . Als nun zwischen dem früheren Hohepriester Jason und dem später zu der Würde gelangten Menelaus Streitigkeiten ent-