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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 553

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 553)
Language
German
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461 dings nicht mehr zurüekkehren; er suchte sich einen Schlupfwinkel hinter dem Jordan und führte dort mit seinen Mietlingen ein Freibeuterleben. Einige Jahre darauf (um 203) verlor Joseph die Pacht, die er zweiundzwanzig Jahre besessen hatte, infolge eines Wechsels in der Konstellation der äusseren Mächte, wodurch Palästina von der ägyptischen zur syrischen Herrschaft überging1). Die Operationen des syrischen Königs Antiochus III. (221—187) gegen Aegypten, welche durch die entscheidende Niederlage der Syrer bei Raphia (217) jäh unterbrochen wurden, begannen nach der siegreichen Rückkehr des Antiochus aus den oberen Provinzen aufs neue. Inzwischen war Ptolemäus Philopator, der den Syrern einen tapferen und ruhmreichen Widerstand entgegengesetzt hatte, gestorben. Den ägyptischen Thron bestieg ein sechs Jahre altes Kind, sein Sohn Ptolemäus Ephiphanes. Der Vormund des Kindes, Agathokles, der sich in den Jahren 220—217 durch grosse Ausdauer und Energie auszeichnete, wurde bald nach der Thronbesteigung des Ptolemäus Ephiphanes von Tlepolemos, dem Kommandanten in Pelusium, gestürzt und von der Menge, die mit diesem gemeinsame Sache gemacht hatte, umgebracht. Tlepolemos selbst, welcher Nachfolger des Agathokles wurde, war zwar ein guter, eifriger Soldat, nahm jedoch seine höheren Pflichten mit geringer Sorgfalt wahr, da er von Regierungsgeschäften und Organisation wenig verstand. Im Lande klagte man öffentlich und laut über seine Amtsführung und man bereute es fast, zum Sturze des Agathokles mitgeholfen zu haben. Solch zerrüttete Zustände waren für alle Gegner Aegyptens eine verlockende Einladung zum Angriffe auf seine weitverzweig־ ten Besitzungen, vor allem aber für Antiochus, der eben siegreich und ruhmgekrönt aus dem Osten zurückgekehrt war. Sowie er nach seiner Rückkehr die günstige Situation durchschaut hatte, traf er sofort die nötigen Anstalten zum Einfall in Cölesyrien* Nachdem er ף Grätz (Ha S. 208), wie nach Ihm Wellhausen, Isr. u. jüd. Gesch. (1901, S. 244), Irrten in den Worten des Josephus Alt XII, 4, 10 und glaubten, dass der Tod des Tobiaden Joseph mit dem Verlust der Pacht zusammen* fälle. Joseph hat in Wirklichkeit noch ganze zwanzig Jahre gelebt. Siebe Doroth Harischonim Ic., S. 178, wo Grätz* Irrtum ausführlich widerlegt wird.

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