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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 526

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 526)
Language
German
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434 Jonathan, Jaddua, Onias I. und Simon der Gerechte, die sämtlich eine gerade Reihenfolge von Vater und Sohn darstellen1). Nach dem Ableben Simons, des Gerechten, trat eine Unterbrechung in dieser Reihenfolge ein, weil sein Sohn, der spätere Onias II., noch sehr jung, nämlich 10 oder höchstens 15 Jahre alt war. Es folgte daher auf Simon sein Bruder Eleasar 2). Nach dessen Hinseheiden ging das Hohepriestertum auf seinen Oheim Manasse über. Als auch dieser aus dem Leben schied, war es nunmehr für Onias, der inzwischen das erforderliche Alter erreicht hatte, höchste Zeit geworden, das väterliche Erbe anzutreten, das ihm und keinem anderen rechtmässig zukam und gewiss auch von keiner Seite bestritten wurde. Welches Recht durfte sich Joseph, angesichts dieser feststehenden Tatsachen, zuschreiben, seinem Oheim die Anklage entgegenzuschleudern, dass er sich aus unsauberen Motiven zum hohepriesterlichen Amte gedrängt hätte? Wer anders als Onias hatte damals Anspruch auf dieses Amt? 6. Ueberhaupt erweckt die Rolle, die Josephus dem Tobiassohn im Streit um den Tribut zuteilt, berechtigte Zweifel. Das Volk soll sich, nach Josephus, in unsäglicher Bangigkeit befunden haben. Der königliche Gesandte Athenion hat eben entsetzliche Drohungen von Verwüstung des Landes, von Ansiedlung fremder Söldner fallen lassen und der Hohepriester Onias reagiert auf diese Drohungen in keiner Weise. Er fährt in seiner Starrheit fort und verschärft täglich und stündlich die Gefahr. Umsonst schaut die Bevölkerung nach einem Erlöser und Retter aus, es erscheint keiner. Da erfährt Joseph, der zu dieser Zeit in seinem Geburtsorte Phichola weilt, von seiner Mutter den Hergang des Streites, eilt flugs nach Jerusalem, stellt seinen Oheim zur Rede und übernimmt die Schlichtung des Streites. Man fasst sich hier an den Kopf. Wo waren, fragt man sich unwillkürlich, die grossen Männer in Israel, warum traten sie nicht hervor, um das Elend von dem Volke abzuwenden? Wir hören nichts von den Mitgliedern des Synhedrialkollegiums, nichts von den anderen amtierenden Priestern, die doch gewiss grossen Einfluss besassen, nichts von den sonstigen angesehenen *) S- Nehemia das. und Jos. Alt. XI, 6, 7. 2) Jos. Alt. XII, 2, 5 und 4, 1.

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