Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 504)
- Language
- German
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412 R. Jakob Lissa, der in^Lissa von 1809 bis 1821 Rabbiner war1), Jakob, Sohn des Mordechai, aus Schwerin an der Warthe, ein vertriebener Fuldaer, in seiner 1706 in Amsterdam erschienenen ״Jakobslilie* (שושנת יעקב), die 1792 in Livorno eine zweite Aufläge erlebte, und Benjamin Benas ha־Cohen aus Krotoschin 1176 in seinem שם טוב קטן, das zuerst in Sulzbach und dann noch viermal aufgelegt worden ist, noch ausführlicher aber in seinem 1716 in Wilhermsdorf erschienen und oft citierten 2אמתחת בנימין). Der 1784 und später in Kempen amtierende Rabbiner R. Israel Jona Landau hat Leidenden wirksamen Rat und Hilfe gespendet3). Auch R. Akiba Eger, seit 1780 in Grosspolen sesshaft, hat oft Kranken mit Hilfs- und Heilmitteln beigestanden♦ Unvergessen ist sein segensreiches Wirken in Posen nach dem Ausbruche der Cholera vom Jahre 1831. Diese seine aufopferungsreiche Tätigkeit fand in einem Kabinetsschreiben auch die Anerkennung des Königs Friedrich Wilhelm in.4). Der aus Lissa stammende und in Berlin 1743 als Rabbinatsvorsitzender verstorbene R♦ Mordechai Tockles gab einige Verordnungen für Kranke5). Heil- und Hilfsmittel sind von R. Josef Aschkenasi überliefert. Ob das der gleichnamige berühmte Mischnahkritiker war, der 1559 imPosener Ghetto den Moreh des Maimonides angriff, vermag ich nicht zu sagen6). R. Liwa ben Bezalel, den berühmten Landesrabbiner 1) דרך החיים, Stettin 1865, S. 14 f., 140, 153, 194 ff., 236, 240. An dieser Stelle sei die Angabe in meiner Geschichte der luden in Lissa S. 207, dass R. Jakob in Kali sch Rabbiner gewesen sei, dahin berichtigt, dass Kalusz in Galizien dieser Ort seiner Wirksamkeit war; vgl. הוות דעת, Dyhernfurth 1810, Vorwort: ממרחקי1 בא und Wiener, Bibliotheca Friedlandiana Nr. 2631. 8) Bei Benjakob, Thesaurus a. a. O. ist die Ausgabe M.-Sziget 1891 nachzutragen; vgl. סגולות ישראל an vielen Stellen, ליקוטי צבי, Lüneville 1798, S. 111b und מפתחות, Mitt. zur jüd. Volkskunde 1912 S. 43. 3) Schreiber, חוט המשולש, Drohobycz 1908, S. 69 a Anm., Michelsohn שירת ישראל, Jerusalem 1897, S. 2 ff., Protokollbuch der Kempener Kürschner, Chebra S. 6 b — 8 a. 4) Jahrbuch der jüd.4iterar. Gesellschaft II, Frankfurt a. M. 1904, S. 45, 64 f., 67 f., 79 f., III 15, 39 ff.; vgl. auch die in der vorigen Anmerkung erwähnten Quellen. 5) קיציד מעבר יבק, Frankfurt a. d. O. 1815, Anhang, ס' תורת חיים ואהבת חסד S. 1 a] 6) סגולות ישראל a. a. O. S. 46 a, 105 a, Bloch, der Streit um den Moreh des Maimonides a. a. O. S. 2 ff. Einen anderen R. Jos. Levi Aschkenasi s. Zeitschr. für die Gesch. der Juden in Deutschi. V 406.