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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 495

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 495)
Language
German
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408 Magistrate klagte er aus diesem Anlass an, dass sie Beschützer der Juden seien. 1630 widmete er seine Schrift ״de fugiendis medicis atque Chirurgis Judaeis“ dem Woyewoden von Sieradz. Er berichtet, dass die Gnesener Synode den Juden den Besuch christlicher Badestuben verboten habe. Das geschah 15811). Von nationalpolnischer christlicher medizinischer Seite erfährt Sleszkowski folgende Beurteilung: ״Seine Schriften beweisen es, dass er ein sehr grosser Feind der Juden war . . . was einzig in dem reinsten Neide seinen Grund gehabt haben soll . . Er lässt nichts bei Juden kaufen. Die jüdischen Aerzte hält er für das grösste Gift, und daher macht er von ihnen, seiner Gewohnheit gemäss, die breitesten Erörterungen ... Er führt endlieh so lächerliche Gründe an, dass ich sie hier der Lächerlichkeit halber anführe: ״Daher, sagt er, bringen die jüdischen Verbrechen, deren wir uns auch dadurch teilhaftig machen, dass wir ihnen erlauben, in unserem Staate gegen den lieben Gott breit zu machen, auf unser Vaterland und über uns Strafen Gottes und verschiedene Plagen und besonders solche, um derentwillen die Leute bei jüdischen Aerzten Hilfe zu suchen pflegen . . . Ich glaube jedoch, dass niemand daran zweifelt, wie oft Juden durch Gift den Christen die Gesundheit wegnehmen, und dass ein Arzt über die Mordtaten und bei dieser Gelegenheit von der Ermordüng christlicher Kinder seitens der Juden reden muss. . . Dass es gefährlich ist, mit Juden zu essen und zu trinken, ebenso bei ihnen Gegenstände, die zum Essen oder Trinken gehören, zu kaufen. Dass es keine ungefährliche Sache ist, mit einem Juden nicht nur zu reden, sondern auch ihm zu begegnen . . . Diejenigen, welche Juden als Aerzte benutzen, bringen nicht nur ihre Seele, sondern auch ihren Leib in grosse Gefahr“. Hier zeigte der Verfasser erst recht klar seinen Hass gegen jüdische Aerzte und vielmehr den Neid, weil polnische Herren in Krankheiten oft Juden zu Hilfe riefen . . . , in den folgenden Abschnitten verläumdet er die Juden . . . und droht den Christen, dass sie nicht selig werden würden, wenn sie jüdischer Aerzte sich bedienen würden. Ueberdies weist er nach, dass die jüdischen Aerzte l) Sternberg a. a. O. S. 35, Jew. Enc. X 571, Hirsch, biographisches Lexikon V 432, Gasiorowski a. a. O. I 26, 11 44, 132.

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