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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 481

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 481)
Language
German
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389 war, und die auch nach seinem Fortgänge durch Briefwechsel gepflegt wurde 1). Gumpert, in Meseritz bereits 1780 genannt, erfahr von medizinischer Seite folgende Beurteilung: ״Um so erstaunlicher ist darum, was der Physikus des Meseritzer Kreises, Gumpert, 1803 von der Impfung in seinem Bezirk berichtet: ״Schon seit 23 Jahren — frühestes Vorkommen des Impfens in unserer Provinz! — gebe ich mich mit der Impfung ab. Der Adel brachte seine Kinder weit und breit in dieser Absicht her; das Beispiel wirkte auf die niedere Volksklasse mehr als alle Gründe« Bürger, Bauern und unsere Juden brachten ihre Kinder•“ Das ist eine erstaunliche Ausnahme, vor allem in Ansehung der Willfährigkeit der Bevölkerung, die damals zumeist gerade die entgegengesetzte Haltung in dieser Sache einnahm und auch später in den 20 er und 30 er Jahren noch wenig von der Impfung wissen wollte״. Gumpert starb in Meseritz als Medizinalrat am 19. Oktober 1825 2). Der in Kalisch praktizierende Meier führte den Titel eines polnischen Hofrats, stand 1793 beim Einzuge des preussischen Königs Friedrich Wilhelm II. an der Spitze der Gemeinde und bedurfte zu polnischer Zeit für seinen städtischen und ländlichen Besitz keiner Konzession3)« Er ist der Kalischer Arzt Dr. Jonas Mejer, der eine Schrift Hufelands ins Polnische und Annalen des klinischen Instituts an der Wilnaer Universität aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzte und 1810 in Berlin veröffentlichte. Er war Mitglied der gelehrten Gesellschaft zu Frankfurt an der Oder4). Als der grösste Teil Grosspolens 1793 preussisch wurde, und ״bei jeder einzelnen Person die Art der Approbation, die ״Conduite% 1j Monatsschr. f. Gesch. und *Wissefisch, d. Judenb 1906 S. 439. 2) Zeitschr. der hist. Ges. XVI 106, Zunz, die Monatstage des Kalen* derjahres S. 58. Vgl. hierzu den interessanten Bericht des Amsterdamer Krankenvereins דל bs 1משביל, der 1808 1700 arme Kinder durch den Arzt Je« cheskel Kassel impfen Hess (Levisson-Proops, Auctions-Catalog a&m ישאדית Amsterdam 1912, Nr. 133). Die Grabschrift G’.s war nicht zu erlangen. ף Das Jahr 1793 S. 624. 4) Gasiorowski a. a. O. Hl 283, Frankfurter Universitatsmatrificet a. a. O. II 597.

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