Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 472)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3486266-3486283--3975-3490342- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
380 ,*Man Kann wohl verstehn, was es mir feit, das Doktorieren kost viel Gelt; denn es hat schon lang gewähren, drüber hab’ ich mich thtia verzehren. Drum hab’ ich das Büchlein gemacht aso klein, as ich soll wieder können kommen in mein Land arein“. Elias Feige und Joel Bloch aus Meseritz wurden, der erste 1651, der zweite am 20t Juli 1663, in Frankfurt an der Oder als Studenten der Medizin inskribiert. Bei beiden wird, wie auch sonst öfter in der Matrikel, nicht gesagt, dass sie Juden seien« Nach ihnen wurde dort am 17. Januar 1699 Wulff Ben*■ jamin aus Posen ״durch besonderes kurfürstliches Mandat unter die Studenten der Medizin aufgenommen״, sodann am 25. Januar 1728 David Baehr aus Posen, von dem gleichfalls nicht gesagt wird, ob er Jude sei. Am 21. November 1768 wurde Jakob Joel aus Samter akademischer Bürger in Frankfurt, am 22. April 1770 Lewin Moses und am 1. Mai 1780 Moses Lewin, beide aus Polen, möglicherweise aus Grosspolen, am 11. Januar 1773 Nathanielis Israelis aus Danzig, der ob ״sehr grosser Armut“ von der Einschreibegebühr befreit wurde, am 14. November 1781 Samuel Joachimsohn aus Posen, am 21. März 1783 Moses Markus, Sohn des noch zu nennenden Dr. med. Markus Moses aus Lissa, am 15. Juni 1798 der ehemalige Breslauer Candidat der Medizin Salomo, Sohn des Lissaer Goldschmiedes Lazarus Goldstein, am 6. August 1799 der Candidat Heinrich Meyer Baad, der in Pest und Wien vorgebildet war, ein Sohn des Schwersenser Predigers Abraham Isaac, und am 21. April 1800 Jakob Enoch, der in Brieg und Breslau vorgebildet war, ein Sohn des Dr. med. Hirsch Enoch in Wieruszow1). נ) Universitats-Matrikel von Frankfurt a. d. O. II 20, 99, 249, 324, 426f 430, 446, 481, 487, 491, 564, 569, 572. Abraham Isaac scheint mit Abraham b. Isaac Schwersens identisch zu sein, dem Verfasser der ליקוטי אביהם Prag 1793, eines Dialogs zwischen Intellekt und Gemüt (Steinschneider, Catal. Bodlejan. S. 693); vgl. Zeitschr. f. hebr. Bibliographie 1910 S. 118. Der Vollständigkeit halber seien hier diejenigen Grosspolen genannt, die nach 1800 an der frankfurter medizinischen Fakultät immatrikuliert wurden. Am 26. Jtdi 1802 Baruch Jakob Burgheim aus Märkisch Friedland, ein ehe׳ maliger Handlungsdiener, 11. Oktober 1802 Jonas Meyer, der Sohn des gleichnamigen Arztes und Hofrates in Kalisch, 12. November 1802 Montesquieu Alexander Magnus, 17 Jahre alt, dessen Vater der Lissaer Arzt Dr. Alexander Magnus war, ein geborener Westpreusse, 12. August 1803 Gabriel Heymann, 32% Jahre alt, aus Karge, in Königsberg vorgqbildet und in Frank-