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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 462

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 462)
Language
German
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370 Posnania genannt1), und 1566 und 1571 waltete hier ״doctor Lipman“ seiner Tätigkeit 2). Ob diese drei Männer Ärzte waren ist ungewiss3). 1I Bloch, der Streit um den Moreh des Maimonides in der Gemeinde Posen (S.-A. aus Monatsschr. f. Gesch. und Wissensch. des Judent.), Pressbürg 1903, S. 36, 42. *) Bersohn, Dyplomataryusz S. 91—93. Bei Rabbinowitz, 'דברי ימי ישראל (llebersetzung der Grätz’schen Geschichte) VII, Warschau 1899, S. 323 Anm. 3 wird er nach der Kronmetrik ßaruch Lipman genannt. 3) Bloch bezeichnet Mose und Schachno als Rabbiner von Posen, Bersohn (Dyplomataryusz, Register S. XL) Lipman als Doktor synagogi d. h. im rabbinischen Amte. Ob Doktor in den damaligen polnischen Urkun״ den einen Arzt oder einen Rabbiner meine, ist in den meisten Fällen aus dem Zusammenhänge zu ersehen, je nachdem von rabbinischer oder medizinischer Tätigkeit die Rede ist. Schwierig bleiben nur solche Nachrichten, in denen, wie in unseren drei Fällen, von anderen Dingen die Rede ist, die einen Schluss auf den Beruf nicht zulassen. Die Möglichkeit, dass hier Aerzte gemeint sind, wird durch folgende Beispiele erwiesen, in denen *doctor“ ohne jeden Zusatz oder nähere Bezeichnung in den Urkunden einen Arzt bedeutet. ״Izaaci Maij Doctoris“ 1566 in Lublin (Berschadski S. 239), ״Isaac Maii Doctoris“ 1567 in Lublin (das. S. 245) und ״Isaac Maii doctoris“ 1576 in Lublin (Bersohn, Dyplom. S. 78) ist identisch mit ר ז פ א יחודי יצחק פאי 1570 in Lublin (Nissenbaum, לקורות היהודים בלובלין, Lublin 1899, S. 144 naph den Protokollen der dortigen Chebra Kadischa S. 226 b). Irrigerweise, wird er Jew. Enc. VIII 384 als Rabbiner bezeichnet. ״Marci Doctoris, Judaei Praemisliensis“ 1579 bei Schon־, Zydzi w Przemyslu, Lemberg 1903, S. 91 wird daselbst Anm. 1 als Arzt nachgewiesen. 1636 werden als Lubliner Aelteste Jeremiaszi Samuel doktorzy, Wiktor Moszkowicz, Lewek Salamanowicz, Izaak, Abraham Izaakowicz, Sloma, rabini, . . . Jozue Doktor genannt; es leuchtet ein, dass diese 3 Kategorien nicht ausschliesslich Rabbiner oder Männer im rabbinischen Amte bezeichnen. 1666 wird als Krakauer Vorsteher der Vierländersynode Dawid Marysek doktör (Dyplomataryusz S. 161) und Dawid Masperk doktör (das. S. 210) genannt. Das ist, wie mich Herr F. H. Wetstein-Krakau belehrt, der am 10. Märzl623 in Padua graduierte und seit dem 22. Tebetii 1654 in Krakauer Gemeindebüchern erwähnte Arzt David Marpurg aus der Familie Morpurgo. ״Doktoris Moysi de Brzesczie“ bei Berschadski S. 132, dem Jahre 1518 angehörig, war ein Sohn des bekannten Michel Josefowicz; vgl. Feinstein, עיר תהלה, Warschau 1886, S. 57. Nach Harkavy (das. S. 61) ist es ausgeschlossen, dass er in rabbinischem Amte stand. Ebensowenig ist er mit dem Rabbiner von Brzesz Mose Roskowicz identisch (das. S. 22,63). Der Umstand, dass keiner der drei Posener doctor£s unter den Rabbinern und Gelehrten ihrer Zeit sonst genannt wird» spricht auch nicht dafür, dass solche hier gemeint seien. An den berühmten R. Schachno in Lublin ist bei dem Posener schwerlich zu denken; er

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