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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 455

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 455)
Language
German
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363 gegen die seit Jahren geltenden Satzungen verstossen würde. Die Parteien hatten demgemäss ihre Schiedsrichter ernannt, doch waren deren Entscheidungen nicht zur Ausführung gelangt, weil Eliahu de Lima von hier abwesend ist und sich seit vielen Monaten in London aufhält. Pimentei drängte nun auf Erledigung, denn er hatte erfahren, dass de Lima seinen Aufenthalt in London verlängern werde. Der Vorstand hatte daher unter dem 12. Jjar d. J. dem L. geschrieben, er solle einen Bevollmächtigten ernennen, damit die Angelegenheiten erledigt würden, denn sein Bruder, dem er im Sivan 5421 schriftliche Vollmacht erteilt hatte, lehne das Mandat ab. De Lima hatte hiergegen geltend gemacht, dass er kein Mitglied der hiesigen Gemeinde sei und auch sonstige, noch minder triftige Gründe vorgebracht. Nach Anhörung der H. H. wurde ihm am 26 (?) d. M. angezeigt, er müsse, der eingegangenen Verpflichtung gemäss, die Sache hier zum Austrag bringen lassen und dürfe sich an kein anderes Gericht wenden. Da er trotzdem renitent blieb, wurde beschlossen, an den Ge« meindevorstand in London zu schreiben sowie mit seinen nächsten hiesigen Verwandten zu sprechen, damit diese ihm Zureden und ihm anzeigen, es werde bei fortgesetztem Ungehorsam die Be• rachä über ihn verhängt werden, vor welcher Gott sein Volk behüte! Ueber alles dieses wurde ein Protokoll errichtet. 8. Tamus. Ishak da Silva hatte an Simchat Torä 306 für ein Stück Silberzeug gelobt, sich aber später damit einverstanden erklärt, dass dieser Betrag zum Ankauf des Hauses für die Synagoge verwendet würde, was er auch dem Semuel de Casseres und dem Ishak Senior mündlich bestätigt hatte. Jetzt verlangt er neuerdings, es solle für jene 300 *dfr ein Silbergerät nach Belieben des Vorstandes angeschafft werden. Diesem wird jedoch nicht stattgegeben, da ein Bedarf nicht vor« liegt; man halte es für notwendiger, die Verpflichtungen der Gemeinde zu tilgen; er müsse daher die 300 zahlen. Ehenso soll er einen Armleuchter (lampadario), den er von der Ge« meinde übernommen hat, nach Gewicht und zwar zu dem Preise bezahlen, welchen der Schatzmeister für angemessen hält. Abräo und David Benuiniste haben bis Ende des Monats

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