Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 453)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3486266-3486283--3956-3490323- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
36! Joseph Fidanque hatte in Veranlassung der ihm auferlegten Strafe ungeziemende Worte gegen den Parnäs Prezidente geführt, als dieser das Sepher begleitete. Ihm wurde dafür zunächst der Besuch der Synagoge untersagt, später aber dieses Verbot ruckgängig gemacht, unter der Bedingung, dass er zuvor 3 Bisd. bezahlt. Die Vorsteher der Hebrä berichten, dass noch einige Mitglieder die Grabstellen für ihre Angehörigen nicht bezahlt haben. So schulde Semuel de Casseres die Grabstellen für seine Mutter, sein Kind und seine zwei Brüder. Unter Berufung auf die betreffende Verordnung (ascamä) wird verfügt, dass Genannter für seine Mutter und sein Kind bezahlen müsse, während er für seine Brüder nur so viel zu zahlen brauche, wie ihm angemessen erscheint. Ebenso soll Jeosua Abensur, ungeachtet der von ihm vorgebrachten Gründe, die Grabstelle für seine Mutter bezahlen. Bei dieser Gelegenheit wird den Vorstehern der Hebrä anempfohlen, über die Innehaltung der Verordnung mit Eifer zu wachen. 6. N i s an. David Oef (= Oheb) soll die noch Testierende Schuld an Sedacä im Betrage von «120 ^־ im Laufe dieses Monats (por todo este Boshodes) bezahlen, ebenso Joseph Palache den Ertrag eines ihm übergebenen Badekessels. Ferner werden Befael Milano und dessen Bruder aufgefordert, ihren Bückstand an Sedacä zu zahlen. Solches ist allen unter der Androhung mitzuteilen, dass ihnen im Nichtzahlungsfalle der Zutritt zur Synagoge verboten wird. 20. Nisan. Benjamin Desabito wird zum dritten Male aufgefordert, in Gemässheit des ergangenen Dekrets von hier fortzuziehen. Falls er diesem nicht noch im Laufe der Woche nachkommt, soll ihm in Zukunft nicht mehr gestattet sein, die Synagoge zu betreten. Befael Milano und dessen Bruder werden nochmals aufgefordert, die Testierenden **fr 55 an Sedacä spätestens bis Ende des Monats zu zahlen. Strafandrohung wie oben. 29. d. M. Jacob Ulhoa macht eine Eingabe, in der er sich über die Herren beschwert (se dä por agravado), welche am 16. Kisleb von dem Vorstande eingesetzt worden waren, um die abseiten