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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 449

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 449)
Language
German
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357 Erlaubnis des Vorstandes, gegen die Gemeinde-Satzungen verstösst. Er wird daher ersucht, sich gefälligst mit seiner Familie wieder von hier fortzugegeben und nach irgend einem anderen, ihm beliebigen Orte zu ziehen. Hierzu wird ihm, mit Rücksicht auf die für Reisen so ungünstige Winterzeit, eine hinlängliche Frist bis 15 Tage nach Pascoa de pesach gewährt. Ueber diese Sache soll die bei derartigen Angelegenheiten übliche Diskretion beobachtet werden und nur der Beteiligte hiervon Kenntnis erhalten. Man hofft, dass A. diesem Dekret nachkommen und dem Vorstande die Anwendung anderer Mittel ersparen wird. Eine ebensolche Aufforderung ergeht an Benjamin Desabito. Dieser hatte es gleichfalls versäumt, um Erlaubnis zur Niederlassung nachzusuchen. Ueberdies war er vor einigen Jahren von dem damaligen Vorstande verabschiedet (despedido) worden; man hatte aber immer Nachsicht mit ihm gehabt, in der Er- Wartung, dass er von selbst das tun würde, wozu er jetzt aus triftigen, von dem Vorstände geheim gehaltenen Gründen aufgefordert wird. Am 23. desselben. Wegen unehrerbietigen Verhaltens in der Synagoge wird David Ulhoa mit einer Geldstrafe von 10 Reichstalern belegt. Er darf bis Purim das Gotteshaus nicht betreten. Der Hazan Izaque Nahamias wird angewiesen, die bei ihm conditionierende Dienstmagd sofort zu entlassen, da sie in sehlecbtem Rufe stehe und Aergernis gebe. David Sobrinho bittet für seinen von auswärts gekommenen Schwiegersohn um Erlaubmis zur Niederlassung. Dieselbe wird gewährt. Der Betreffende hat 2 Mark finta (Steuer) für das Bethaim zu zahlen. Es soll, wie üblich, Brennholz unter die Bedürftigen verteilt werden. Es werden, da zwei Personen in Wegfall kommen, für diesen Zweck crffa 146 bewilligt. 29. Kisleb. Bei Durchsicht der Rückstände fand man, dass der verstorbene David de Lima ungefähr 10 Jahre lang die Gemeindeabgabe (direito da nagäo) nicht bezahlt hatte. Hiervon machte man sei-

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