Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 426)
- Language
- German
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334 auferlegt, binnen 3 Monaten zu zahlen oder das Silberzeug heraus״ zugeben. Sie befänden sich zur Zeit in Geldnot, sodass sie unmöglich der Auflage nachkommen und auch keine bestimmte Zeit ansetzen könnten. Sobald sich ihre Verhältnisse mit Gottes Hülfe gebessert haben werden, wollen sie in kürzester Frist ihren Verpflichtungen nachkommen und bekennen sich schon jetzt ohne Weiteres als Schuldner. Nach eingezogener Erkundigung be״ schliesst der Vorstand, die Vollstreckung hinauszuschieben, bis die Milanos in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Sie sollen inzwischen bemüht sein, mittels der Hülfe, die ihnen der Vorstand angedeihen lassen wird, die an einzelne Gemeinde-Mitglieder ihnen zustehenden Forderungen einzutreiben und auch ferner das Medras Queter*Thora besuchen. Die Schuld bleibt auf alle Fälle in Kraft bestehen. 12. Tamus 5420. Die Erben der Frau Lea Cahanett Carlos übergaben der Gemeinde ein Parochet aus indischem Goldgewebe (tela de ouro da India), welches die genannte Verstorbene zum immerwährenden Gebrauche in der Synagoge hinterlassen hatte; ferner einen Ring mit Ketten aus Silber für eine Hängelampe daselbst. Ausserdem wird ein Sefer Torä nebst Ornamenten, welches dem verstorbenen Josef Coen Carlos gehört hatte, zur Verwahrung übergeben, bleibt jedoch zur Verfügung der genannten Erben. Dasselbe ist auf Guevil geschrieben; die Stangen (päbs) und Rimonim sind von Silber und mit seinem Namen versehen. Das Silber der Stangen wiegt angeblich 97 Lot und das der Rimonim 160 5/8 (im Ganzen 257 6/8 Lot). Die übrigen Ornamente hierzu sind die folgenden: Eine gute Capa (Mantel), Grund aus roter Wolle, kunstvoll in bunter Wolle und Gold gewirkt; eine Faxa (Windel) auf weissein Grunde in bunter Wolle gewirkt; noch eine Capa auf weissein Grunde in bunter Seide gewirkt, sowie noch eine Faxa aus geblümtem Taby (einer Art Taft). Der Schatzmeister hatte sich bemüht, von Ishaq Namias cdfc 75 an Miete des Hauses für ein Jahr zu erheben. Nach Er״ wägung beschliesst der Vorstand, diesen von der Schuld zu ent״ heben, da nicht er, sondern die Witwe des H. H. R. Liäo jenen Betrag schulde. Nach Rücksprache mit genannter Witwe, verwies