Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 425)
- Language
- German
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333 ihm, nachdem er einige Tage Hausarrest gehabt hatte, auferlegt, folgendes Schriftstück öffentlich von der Tebä zu verlesen: ״Ich bekenne, dass ich mich vom Zorne habe hinreissen lassen, in ungeziemender Weise dreiste Reden gegen den Vorstand, unter Verletzung der diesem geschuldeten Achtung, zu führen, was ich aufrichtig bereue, und ich bitte sowohl die Herren, welche solche Worte gehört haben, wie auch die ganze Gemeinde um Verzeihung. Zur Genugtuung hierfür ist mir befohlen worden, mich an diesen Platz zu stellen.“ Es wurde ferner beschlossen, Jacob de Crasto solle keinen Anspruch auf Courtage haben und ihmweder jetzt noch später irgend etwas aus der Gemeindekasse gezahlt werden. Daniel Nunes bittet um Erhöhung seiner Unterstützung. Es wurde beschlossen, er solle bis nach Pesaeh nächsten Jahres (5421) warten und inzwischen studieren, um in einer Jesivä angestellt zu werden und auf diese Weise sich einen besseren Lebensunterhalt zu sichern. David Bravo hat an der Börse skandalöse, anstössige Reden gegen Jacob Ulhoa geführt. Hierfür soll ihn eine exemplarische Strafe treffen. Da er aber Reue bekundet, lässt man noch Milde walten. Er wird, nach einigen Tagen Hausarrest, zu einer Busse von 100 zum Besten der Gemeindekasse verurteilt, welche er bezahlte; ausserdem darf ör bis nächsten Rosanä, ohne ausdrückliehe Erlaubnis des Vorstandes, weder zum Sefer Thora gerufen werden, noch eine Misvä in der Synagoge ausüben. Jacob Ulhoa wurde wegen öffentlich gegen Abräo Israel Bravo geführter Reden, welche fast an malsinaria (Denunciation) grenzten, zu einigen Tagen Hausarrest und 30 verurteilt, ebenfalls unter Ausschluss von Sefer Thora und Misvot bis nächsten Rosasanä. OB (Hier folgt ein zwischen der Gemeinde und Abrao Senior Teixeira geschlossener Vertrag über die Ausstattung von Waisenmädchen und die Auslösung Gefangener). David und Refael Milano richteten zum zweiten Maie an den Gesamtvorstand (juntta grande) die Bitte, sie doch nicht zur Unterschrift des Dekrets vom 2. Nissan zu zwingen, welches ihnen