Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 421)
- Language
- German
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329 Defunttos *), überhaupt bei allen in der Gemeinde vorkommenden allgemeinen oder privaten Gelegenheiten. Nur an Purim wird von diesem Verbot abgesehen, an welchem Tage ein jeder gleichviel was oder für wen spenden darf, und wird erwartet, dass man alsdann insbesondere der Beamten gedenken wird, welche eines Zuschusses (ajuda) bedürfen.“ (Später hinzugefügt). ״Im Trauerjahr für einen Verstorbenen soll es jedem, dem es beliebt, freistehen, Spenden zu geloben.“ Am 4. Adar. Mit David Sobrinho wird ein Abkommen wegen Herstellung der Massot für die Armen getroffen. Das Pfund soll 21/2 placas kosten; Mehl für die Simurim 2 ß 10 peneques (Pfennig), vorausgesetzt, dass beides von befriedigender Qualität ist• Am 6. desselben. Natanel Abudiente bittet, man wolle seinerseits den Josef Pimentei veranlassen, Schiedsrichter aus unserer Gemeinde zu erwählen, um die nach dem Urteilsspruch des hiesigen Senats noch schwebende Widerklage zu erledigen, wodurch beiden Parteien Kosten erspart würden. Josef Pimentei, dem dieses mitgeteilt würde, entgegnete: Nachdem der Hauptstreitpunkt durch den Senat entschieden worden, wolle er bei demselben auch wegen der Widerklage verhandeln, da er sich bereits die Ausgaben für den Anwalt und die Prokuratoren gemacht habe. — Solches wurde zur Erinnerung in diesem Protokollbuch vermerkt. Am 12. desselben liess man folgendes bekannt machen: (Es folgt nun eine Wiederholung des bereits früher erlassenen Verbots gegen das Maskieren und Musizieren in den Strassen am Purim, wegen der üblen Folgen, welche daraus erwachsen können). Ferner sollen diejenigen, welche am Purim eine Sammelbüchse herurareichen wollen, sich bis morgen Abend bei dem Präsidenten melden, damit nicht zwei für dieselbe Person sammeln; die Reihenfolge soll durch das Los bestimmt werden. Auch wird den Herren Lehrern und den Vorstehern der Talmud Thorä anempfohlen, besonders dafür zu sorgen, dass die Knaben nicht, wie früher Cotnprimentos de Defunttos bezieht sich auf den pietätvollen Brauch, bei Gelegenheit des Gebets für die Seelenruhe (השבבה), vulgo Escavä genannt, Spenden an Öl für das Tamid-Licht למנוחת נפש הנפטר zu geloben.