Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 418)
- Language
- German
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326 emendar de seus erros), so dass er fortan niemandem mehr Aergernis gibt. Am selben Tag[e. Jacob de Mattos hatte sich bei einem christlichen Barbier, im Beisein zweier Zeugen, den Bart mit einem Rasiermesser abnehmen lassen. Er wurde hierüber zur Verantwortung gezogen und, da er sich nicht zu rechtfertigen vermochte, aus der Gemeinde ausgestossen, da er die Strafe des Bannes verwirkt hatte. Dies wurde von den Kanzeln bekannt gemacht. Und möge Gott das Böse von seinem Volke fern halten! (Am Rande steht:) Am 14. Tebett wurde diese Strafe aufgehoben. Dem Waisenknaben Daniel Nunes liess man auf dessen Gesuch 6 zur Anfertigung eines Anzugs auszahlen. Gleichzeitig liess man ihm mitteilen, dass er von Pascoa (Pessach) an keino Unterstützung mehr bekommen solle, doch werde man ihm bei seiner Abreise von hier ein gutes Eeisegeld gewähren. Der Samäs Abräo Lopez bittet um ein Darlehen von Rt. 50׳ zur Ausstattung seiner Schwester, welche sich mit Abräo Valenga verheiraten wolle. Man möge ihm diesen Betrag in beliebigen Baten von seinem Gehalt abziehen. Nach einigem Für und Wider wurde beschlossen, um keinen Präcedenzfall zu schaffen, ihm diesen Betrag im Namen des Schatzmeisters zu leihen und ihm vom nächsten Jahre 5421 an, alljährlich 50 hiervon auf sein Salär anzurechnen. Am 23. desselben. David Oef (Oheb) trägt vor, er habe einige Häuser gekauft, doch suche jemand in unserer Gemeinde, ihm durch Hintertreibung dieses Kaufgeschäfts zu schaden. Es wurde beschlossen, folgendes von den Kanzeln verkünden zu lassen : ,David Oeb hat sich im ״Schelingang“1) angekauft. Da nun der Verdacht besteht, dass jemand von unserer Gemeinde diesen Ankauf auf indirektem Wege zu hintertreiben (pretende alterar-ehe a compra) und ihm hierdurch einen grossen Schaden zuzufügen sucht, befiehlt der Vorstand, es י) Der Schelingang (Scheelengang) befand sich in der Gegend der heutigen Adolphsbrücke.