Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 302)
- Language
- German
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210 breiten Strömen umflossene Adiabene). Targum zu Jerem. 51,27 gibt אשכנז mit הדיב, Ezech. 27, 23 הרן כנה ועדן mit הרן נציבין הדיב wieder. Nach Josephus Antiq. XX, 2,1 nahm die adiabenische Konigin Helene samt ihrem Sohne Izates das Judentum ungefähr im Jahre 47 der übl. Zeitr. an1), womit die starke Bevölkerung dieses Striches sich erklärt. Adiabenische Skorpione, die im babylonischen Talmud Sabbath 121 b und im jerusalemischen Talmud Sabbath XIV, S. 14b als gefährlieh bezeichnet werden, werden sonst nicht erwähnt; aber die Tat- Sache, dass es solche in dieser Gegend gegeben hat, wird durch den Bericht Aelians (15,26) bestätigt. — Dieser berichtet nämlieh, dass ein Perserkönig bei einem Zuge von Susa nach Medien zwei Tage früher eine Expedition zu dem nächsten Haltort absendete, um die dort in grosser Zahl vorkommenden Skorpione einfangen zu lassen 2). הומניא Humanija (Kidduscbin 72 a und Jebamoth 16 b). Diese Stadt hat schon Neubauer3) mit Humainija4) abwärts von Ktesiphon identifiziert; es ist Humenija am Tigris, siehe ZDMG XXVIII S. 94. Nöldeke5) fügt noch hinzu, dass die Angäbe über die Gründung durch Bahman (Wahuman) auch bei Tabari vorkommt. Ammoniter hat es wohl in talmudischer Zeit kaum mehr gegeben. Möglich ist, dass man damit die sittliche Verderbtheit der Bewohner bezeichnen wollte oder dass die Bewohner einer gnostischen Sekte angehörten, die auch in den Schriften Pbilos als ״Ammoniter“ bezeichnet werden. הוצל Huzel (Megilla 5 b). Aus den gegebenen Stellen ist ersichtlich, dass man die Stadt zu den ältesten der Gola zählte. Cassel6) identifiziert es mit einem Caphar Huzel in der Gegend von Nisibis. Nach Juchasin (69 a) lag es nahe zu Nehardea, wie Neubauer ausführt, eine Parasange zu Schaf wejatib in Nehardea, *) Vgl. Brüll Jahrb. I, S. 66. 2) Vgl. auch daselbst S. 82. 3) Geogr. du lalm. S. 367. 4) Ritter XI, 931. 5) Tabari, S. 360, Anm. 2. 6) Art Juda in Ersch und Gruber S. 186