Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 290)
- Language
- German
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Beiträge zur Geographie des Landes Babel * *). Von Rabbiner Dr. S. Funk in Boskowitz. IV. Städte. אבי גובר Abe Gubbar (Berachoth 50 a). Abe Gubbar war ohne Zweifel ein Stadtteil von Machusa, wie dies aus Taanith 26a hervorgeht. Auf die Frage, warum R. Papa, der in der Synagoge von Abe Gubbar das Hallelgebet (Dankgebet) für den Regen vor der Mahlzeit verrichten liess, wird nämlich daselbst die Antwort erteilt: ״Bei den Bewohnern von Machusa ist es anders, bei diesen ist der Rausch nicht selten“. Es lag darum auch im Weichbilde von Mabrachta, welches in der Nähe von Machusa lag. (Erubin 61b). Es ist wohl das sagenhafte Kalat-el-Gebbär, welches nicht, wie es Oppenheim1) irrig bezeichnet, eine Burg, sondern die bedeutende und recht rätselhafte Ruine einer grossen befestigten Stadt ist. Die erste Nachricht von dieser Ruine am Tigris hat Rieh2) gegeben. Hauptsächlich stehen nur noch die mächtigen Stadtmauern aufrecht. Diese wurden zuletzt ausführlich von Herzfeld im Memnon 1907, 107-111, beschrieben, wo auch der Plan abgebildet ist. Die Ausdehnung der ganzen Stadt konnte leider auch dieser nicht feststellen, er sah nur die mit Türen versehenen Mauerreste, die sich weithin auf den Höhen des Berges hinziehen. Siehe das Weitere unten bei Machusa. איהי דק״רא Aejopolis (Berachoth 59 b, Kidduschin 72 a, Baba Bathra 24 a). איהי muss wohl איחי oder אנסי gelesen werden. Es ist das *) Vergl. Jahrbuch VI, S. 324—344. f) Vom Mittelmeer zum persischen Golf, Berlin 1899, Bd. II S. 212. *) Harrat. of a res. in Koordistan, 1836 II S. 141.