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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 287

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 287)
Language
German
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…/3486266-3486283--3790-3490157
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195 Mannes der Pflicht der Leviratsehe nicht unterliegt1). "Nach vollzogener Chaliza wird, entweder von den Richtern oder von zwei anderen Leuten, die dem Akt der Chaliza zngesehen haben, eine Urkunde ausgefertigt, die der Frau zum Beweis dient, dass sie nunmehr von der Leviratsehe befreit ist2). Wenn nicht der Gerichtshof diese Urkunde ausgestellt hat, so muss sie vom Gerieht beglaubigt werden3). Diese Urkunde wird 4גט חליצה), selten 5גיטא דחליצה), ferner 5יגיטא דחליצתא) und Plural 1 *שמרי חליצה) genannt♦ Von den Chalizaurkunden sind in der talmudischen Literatur zwei Rezensionen erhalten, von welchen die in frühester Zeit gebräuchliche Form später ergänzt, erweitert und auch ausser Gebrauch gesetzt wurde, daher sagte man auch für die erste Formel 8 בראשונה היו כותבין). Dieses Formular lautet folgendermassen9): חלצה פלונית בת פלוני לפלוני בר פלוני (l0 [במותב פלוני ופלוני [ופלוני J) Jeb. 106a, B. b. 138b, Mahn. a. a. O. IV, 29, Eben Haeser § 169, 56. Welche Brüder zur Leviratsehe verpflichtet sind, siehe Raschi zu Deut 25, 5, Jeb. 11, 1 (17 a) f., Nidda 44 a, Sifre Deut. § 288, Midr. Tan. ed. Hoffmann S. 165, Halachoth Gedoloth ed. Hildesheimer S. 281, Mahn. a. a O. VI, 16, Eben Haeser § 173, 12 und 35 § פירוש סדי הליצדי. *) Maim. a. a. O. IV, 29, Eben Haeser § 169, 56. Es ist darum jedem gestattet, diese Urkunde zu schreiben, weit man sich darauf verlassen kann, dass diejenigen, vor denen die Chaliza vollzogen worden ist, dieselben kennen. 8) Beth Samuel zu Eben Haeser § 169, 56. 4) B. b. 138 b, leb. 106 a, jer. Kid. 1, 2 (59 c 23), Jalkut Deut. § 948. 5) Jeb. 39 b. ף Jeb. 106 b. 0־ M. k. 111, 3 (18 b), B. m. 1, 8 (20 a), Tos. Jeb. XII, 15 (256, 12), jer. Sanh. I, 2 (19a 56), jer. Jeb. XU, 6 (13a 8), jer. M. k. 111, 3 (82a 48), B. m. 20b- 8) So in Tos. Jeb. a. a. O. und jer. Sanh. a. a. O. מהר״י מרגלית in מסדי דוד zur Tossephta a. a. O. bemerkt, dass zu seiner Zeit Chalizaurkunden nicht angefertigt wurden, weil bei der Chaliza jetzt sehr viel Leute anwesend sind und hierdurch dieser Akt allgemein bekannt wird, was zu Anfang der talmu> dischen Zeit nicht der Fall war, daher der Ausdruck בראשונה תיו מהבין. Aber חסוי דיי erklärt, dass man zuerst diese Formel, später aber eine andere schrieb und darum die erste mit בראשונה היו בותבין bezeichnet wurde. 9) Jer. Sanh. 1, 2 (19 a 56). 10) ופלוני muss ergänzt werden, weil die Chaliza nur in Anwesenheit von drei Richtern vollzogen werden kann, Jeb. XU, 1 (101 a). Eine Chaliza vor zwei Richtern ist ungültig, Jeb. XII, 5 (104 b), s. Maim. a. a. O. IV, 5 und 16, Eben Haeser § 169, 1—2, 6 § פירוש סרר חליצת•

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