Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 271

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 271)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3486266-3486283--3774-3490141
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

179 <lenen er nicht enthalten ist. Solche kurze Formulare konnte man auch auf einen Scherben, oder auf einen beliebigen kleinen Gegenstand schreiben, der nicht den Eaum für ein gewöhnliches Formular besass1). Das kürzeste Formular eines Scheidebriefes, welches nach 4em Jeruschalmi auf ein Oelblatt geschrieben werden kann, lautet 2): אני פלוני מגרש את אשתי־ ״Ich N. entlasse [eigentlich: gebe einen Scheidebrief] meiner Frau“. In dieser Formel wird der Name der Frau gar nicht ausgeschrieben, sondern nur der des Mannes. Vielleicht gehört hierher noch ein zweites, noch kürzeres Formular, in welchem auch der Name des Mannes nicht verzeichnet wird. Die Besitzerin der Urkunde wird in diesem Falle als die geschiedene Frau betrachtet, wie auch bei den Schuldscheinen der Vorzeiger derselben als der Gläubiger gilt; der Inhalt einer solchen Formel ist3): ״ אני היום גירשתיךIch habe dich heute entlassen“. In der Stadt Nehardea wurde einst zur Zeit Abajes folgender Scheidebrief gefunden4): [בתורי מתא]5) בצד קלוניא מתא אנא (אנדרולינאי)6) [דוד בר נהילאי] מנהרדעא פטרית ותרבית ית פלונית אנתתי ״In der Stadt Tura, neben dem Orte Colonia, entlasse und verstosse ich, David b. Nahilai aus Nahardea, meine Frau In der Stadt Sura fand man folgenden Scheidebrief: 1) Gittin II, 3 (19 a). Man darf auch den Scheidebrief auf ein Oelblatt, ״auf das Horn eines Ochsen oder auf die Hand eines Sklaven schreiben. R. Jose Ha-Gelili verbietet aber, ein lebendes Wesen als Schreibmaterial zu benutzen, s. auch Tos. Gittin 11, 3 (325, 1) und Tossaphoth zu Gittin 21 b .s. v. •על*ד by. 2) Jer. Gittin II, 3 (44 b 41). 3) Tos. Gittin IX (VII), 6 (334, 3), B. b. 172 b, s. oben S. 59 Anm. t. .Ueber Schuldscheine s. weiter. 4) Diese zwei Formulare in Jeb. 115 b und 116 a, ferner in R. Nissims Kommentar zu Gittin 17 a, R. Ascher zu Gittin IV § 7, הגהות אשרי ib. und Bcth Josef zu Eben Haeser § 128. 6) So in Beth Josef a. a. O. Der Ort ist unbekannt. Ueber קלוביא s. A. Neubauer, La Geographie du Talmud S. 397. 6) Bei uns אגדהליגאי, aber bei R. Ascher und in הגד»־! אשרי a. [a. O. דוד בר נהילאי.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.