Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 207)
- Language
- German
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115 Xiiteratur dürfte 1ספר כתובה) der älteste Name der Verschreibung sein, woraus wohl später in der Zeit, wo für die Bezeichnung der Urkunde das Wort.שטר eingeführt und allgemein verbreitet war, auch die Benennung 2שטר כתובה) entstand. In der Umgangsspräche wurde aus diesem durch häufigen Gebrauch mit Weglassung des Wortes ״Urkunde“ bloss כתובה, selten aram. ״ (3בתובתאdie Verschreibung“ und erst in der späteren talmudischen Zeit wurde .בתוכה־ auch für die darin verzeiclmete Summe angewendet. Seltenere hebr. Bezeichnungen für die Verschreibung sind 4כתב בשואץ) und Plural ״ שטרי נשואיןHeiratsurkunden“ 5). Auch griechische Benennungen für die Verschreibung sind in die talmudische Literatur eingedrungen und zumeist nur in den jerusalemischen Talmud und die Midraschim aufgenommen. So in erster Keihe cpsqvv. Im Griechischen bedeutet yeQvij das von der Frau aus dem väterlichen Hause Mitgebrachte. Bei der Uebernahme wurde dieses Wort zunächst im übertragenen Sinne für מוהר verwendet, und in dieser Bedeutung gebrauchen es auch die Targumim und die LXX6). Wie aber mit der Zeit der מוהר sich in die Summe der Verschreibung verwandelte, welche, da sie den Hauptinhalt des Ehevertrages ausmachte, auch Kethuba genannt wird, s;> wurde auch die (peqv^ welche zuerst den מוהר bezeichnete, nachdem sich die Bedeutung des מוהר in die der Kethuba umgewandelt l) Jeb. XV, 3 (117 a), Edujoth 1, 12, Tos. Edujoth 1, 6 (455, 23), jer Jeb. XV, 3 (14 d 38) und jer. Ket. IV, 9 (29 a 1). ף Jer. Ket. IX, 9 (33 c 1) und Ket. 104 b oft. 3) Fragmententargum zu Gen. 37, 12 (ed. Ginsburger S. 99). — Im Targum Pseudojonathan zu Gen. 48, 9 steht בתבא, s. hierzu Rasch!. Der Plural בתובתין im Fragmententergum zu Gen. 31, 15 (ed. Ginsburger S. 17) und S. 79 ed. Ginsburger כתובתן. 4) Jer. Gittin IV, 4 (45 d 45). —!נשיאי aus Piel von נשא heben, erheben. Vgl. auch assyr. נש!א nas[ch]u erheben, Delitzsch, Handwörterbuch. 5) B. b. X, 4 (167 b), Kid. 9 b, Ket 102 b, Deut. r. Ul, 12, vgt. מימה מקובצת zu Ket. 102 b שטרי נשואין היינל שטר כתובה. 6) LXX, zu Gen. 34, 12 und Ex. 22, 16 übersetzt מהר mit sauch Raschi und Nachmanides z. St, ferner Mechilta 17 § משפטים (ed. Friedmann S. 94 a), jer. Ket. 111, 5 (27 d 3). Im babylonischen Talmud kommt <psQvrj selten vor, s. in Ket. 54 a, wo es Raschi mit ״Gewinn“ erklärt, so auch R. Jesaja da Trani in seinen Tossaphoth z. St. Aber R. Tarn im Tossaphoth zu Ket. 67 a s v. גמלאים erklärt, es bedeute *Kethuba“, s. daselbst.